Ein ziemlich patscherter Einbruchsversuch in Wien-Floridsdorf endete mit einem Supermarkt-Großbrand – "Heute" berichtete. Drei junge Männer (21, 22, 22) wollten am 22. Oktober des Vorjahres zum Bankomaten im Foyer vordringen, lenkten dafür einen gestohlenen Pkw ins Gebäude. Mit gelegtem Feuer sollten alle Spuren verwischt werden. Was das Trio nicht wusste: Der Geldautomat stand hinter Sicherheitsglas. "Ihr seid echt Idioten, das geht mit so einem winzigen Auto einfach nicht!", spottete ein Polizeibeamter beim Verhör.
Der Chevrolet Matiz kam meterweit vor dem unbeschädigten Bankomat zum Stillstand, die Flammen griffen rasend schnell auf den Supermarkt über. Täter und Auto wurden identifiziert. Der Sachschaden der Supermarktkette für die verbrannten Waren, die Zerstörung der Einrichtung und die Neuerrichtungskosten wird auf weit über 2 Millionen Euro geschätzt.
Nach "Heute"-Informationen befindet sich die Baustelle in der Jedlerseer Straße auf der Zielgeraden. Schon bald könnte die von den Flammen völlig zerstörte Filiale wie der Phönix aus der Asche auferstehen und neu eröffnet werden.
Indes befinden sich die teils vorbestraften Verdächtigen aus Österreich und Afghanistan sich in U-Haft und müssen sich Anfang Mai am Wiener Landl wegen schwerem Einbruchsdiebstahl und Brandstiftung verantworten – hohe Haftstrafen drohen. "Der Großbrand passierte unabsichtlich", hofft Verteidiger Roman Tenschert auf ein mildes Urteil. Es gilt die Unschuldsvermutung.