Vor spanischer Küste

Polizisten sterben bei Verfolgungsjagd von Drogenboot

Bei einer Verfolgungsjagd vor der Küste Andalusiens kamen zwei Polizisten ums Leben, ein weiterer wurde schwer verletzt.
Newsdesk Heute
08.05.2026, 18:53
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Bei einer Verfolgungsjagd auf See sind zwei spanische Polizisten ums Leben gekommen, ein weiterer wurde schwer verletzt. Das Unglück passierte vor der Küste von Huelva in Andalusien, wie die Guardia Civil am Freitag mitteilte. Zwei Polizeiboote waren bei der Jagd auf ein mutmaßliches Drogenschmuggler-Boot zusammengestoßen.

Zuerst hieß es in einer Aussendung, dass es ein Todesopfer, zwei Schwerverletzte und einen Leichtverletzten gebe. Zwei Stunden später meldete die Polizeigewerkschaft AUGC Guardia Civil, dass ein weiterer Beamter seinen Verletzungen erlegen sei. Die Gewerkschaft meinte dazu: Die Truppe bezahle damit "erneut für fehlende Mittel und die Untätigkeit hinsichtlich des Drogenschmuggels mit dem Leben".

Das Unglück erinnert an einen Vorfall im Februar 2024. Damals kamen zwei Beamte der Guardia Civil ums Leben, nachdem sie mit einem Drogenboot im Hafen von Barbate zusammengestoßen waren. Bei Verfolgungsjagden zwischen spanischer Polizei und Drogenschmugglern gibt es immer wieder Tote auf beiden Seiten.

Nur kurz vor dem Unglück am Freitag hatte die Polizei noch einen großen Erfolg gegen den Drogenhandel gefeiert. Fahnder der Guardia Civil beschlagnahmten auf einem Schiff in internationalen Gewässern bei den Kanaren die Rekordmenge von 30 Tonnen Kokain. Der geschätzte Marktwert der Drogen: 812 Millionen Euro. Außerdem wurden mehrere Schusswaffen gefunden. Die 23 Besatzungsmitglieder des verdächtigen Schiffes sitzen jetzt in U-Haft.

Spanien gilt in Europa als wichtiges Transitland für Drogen. Wegen der engen Beziehungen zu Lateinamerika kommt viel Kokain ins Land. Durch die Nähe zu Nordafrika ist Spanien auch ein zentraler Umschlagplatz für illegalen Cannabis.

{title && {title} } red, {title && {title} } 08.05.2026, 18:53
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