Ein historischer Schlag gegen den internationalen Drogenhandel: Die spanischen Behörden haben im Atlantik unfassbare 30 Tonnen Kokain sichergestellt. Der Einsatz fand am 1. Mai auf einem unter der Flagge der Komoren fahrenden Schiff statt.
Die 23 Besatzungsmitglieder - darunter 17 Philippiner und fünf Niederländer - wurden in Untersuchungshaft genommen. An Bord des Schiffes fanden die Ermittler auch mehrere Schusswaffen.
Die Drogenrazzia ereignete sich in internationalen Gewässern vor den spanischen Kanaren. Das Schmuggelschiff war in Freetown, der Hauptstadt von Sierra Leone, gestartet und steuerte in Richtung des libyschen Benghasi.
Spaniens Innenminister Fernando Grande-Marlaska sprach von einem der "nicht nur national, sondern auch international größten" Kokainfunde. Zunächst hatten die Behörden sogar von 35 bis 40 Tonnen Kokain gesprochen.
Die Ermittler vermuten, dass das Kokain auf kleinere Boote umgeladen und dann nach Europa geschmuggelt werden sollte. Spanien gilt wegen seiner engen Beziehungen zu Lateinamerika und der Nähe zu Nordafrika als wichtiges Transitland für den Drogenhandel.