Waren es Drogenschmuggler?

Drei Tote bei erneutem US-Angriff auf Boot im Pazifik

US-Angriffe auf mutmaßliche Drogenboote im Ostpazifik fordern erneut Todesopfer und werfen völkerrechtliche sowie moralische Fragen auf.
Newsdesk Heute
27.04.2026, 08:09
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Bei einem weiteren umstrittenen Angriff auf angebliche Drogenboote im Ostpazifik hat die US-Armee drei Menschen getötet. Das Boot sei "entlang bekannter Drogenschmuggelrouten" unterwegs gewesen und "in Drogenschmuggeloperationen verwickelt" gewesen, erklärte das Südkommando der US-Streitkräfte (Southcom) am Sonntag (Ortszeit) auf dem Onlinedienst X. Damit steigt die Zahl der Toten bei diesen US-Angriffen auf mindestens 185.

Seit September des vergangenen Jahres hat die US-Armee dutzende Schiffe im Pazifik und in der Karibik angegriffen, die laut ihren Angaben in den Drogenhandel verwickelt waren. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump begründet das Vorgehen damit, dass sie sich im Krieg mit "Narko-Terroristen" befinde, die in Lateinamerika aktiv sind.

Washington hat aber bisher nie eindeutige Beweise vorgelegt, dass es sich bei den Getöteten tatsächlich um Drogenschmuggler gehandelt hat. Laut Behörden und Angehörigen waren einige von ihnen Fischer.

Manche Experten und Vertreter der UNO sehen die Angriffe als völkerrechtswidrige außergerichtliche Hinrichtungen. Sie betonen, dass sich die Militäreinsätze gegen Zivilisten gerichtet haben, die keine unmittelbare Gefahr für die USA dargestellt haben.

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