In der Nacht auf Montag alarmierten Anrainer der äußeren Mariahilfer Straße die Berufsfeuerwehr Wien. Mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften kümmerten sich die Florianis gegen 2 Uhr morgens zunächst um die Evakuierung der Anrainer eines Mehrparteienhauses.
Laut einer Presseaussendung der Wiener Berufsfeuerwehr riefen zahlreiche Bewohner vom Fenster aus um Hilfe: "Erstankommende Feuerwehrkräfte nahmen eine Löschleitung unter Atemschutz in den Keller vor und begannen mit der Brandbekämpfung. Zeitgleich kontrollierten Feuerwehrtrupps unter Atemschutz die beiden Stiegenhäuser, Wohnungen, den Innenhof und die beiden Nachbargebäude".
Im Innenhof soll ein Hausbewohner über ein Baugerüst ins Freie geklettert sein und gedroht haben, aus Höhe des 1.Stocks zu springen. Feuerwehrkräfte konnten ihm einen gefahrlosen Abstieg ermöglichen. Auch eine Drehleiter kam am frühen Montagmorgen im Zuge der Personenbergung zum Einsatz.
Zahlreiche Bewohner und auch zwei Katzen wurden über die straßenseitigen Fenster ihrer Wohnungen in Sicherheit gebracht. Im Keller des Gebäudes brannte es lichterloh. Dank dem Großaufgebot der Einsatzkräfte konnte das Feuer zügig gelöscht werden. Laut Feuerwehr wurde der Rauch mit Hochleistungslüftern aus den Stiegenhäusern und Wohnungen gedrückt beziehungsweise aus dem Keller abgesaugt.
Insgesamt 39 Leute wurden im Anschluss der Evakuierung von den Rettungssanitätern betreut. Laut Pressestelle wurden bei dem Brand zwei Personen verletzt – eine davon leicht (Kreislaufkollaps).
Die andere Person musste aufgrund des Verdachts auf eine Rauchgasvergiftung hospitalisiert werden. Die Sanitäter sind insgesamt zwei Stunden vor Ort gewesen. Gegen 4 Uhr konnten sowohl die Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr als auch die der Berufsrettung Wien wieder einrücken.