Handel protestiert

Zweiter Einkaufssamstag – wo heute gestreikt wird

Am zweiten Einkaufssamstag sind erneut Warnstreiks im Handel geplant. In Klagenfurt soll die Zufahrt zu einem Einkaufszentrum blockiert werden.
Newsdesk Heute
09.12.2023, 10:42
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Da in der 5. Runde der Lohnverhandlungen im Handel erneut keine Einigung erzielt wurde, gehen die Warnstreiks am zweiten Adventwochenende weiter. Bereits am Freitag gab es Kundgebungen in Wien und Linz.

Die Arbeitgeber boten bislang ein Plus von acht Prozent, die Gewerkschaft fordert aber 9,4 Prozent. Die Verhandlungen wurden daher am Donnerstag nach neun Stunden abgebrochen, "Heute" berichtete.

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Proteste in vielen Landeshauptstädten

Am Samstag wird also erneut gestreikt. In ausgesuchten Filialen soll die Arbeit für mehrere Stunden niedergelegt werden. Konkret will die Gewerkschaft GPA in sieben Bundesländern Stärke zeigen.

In Salzburg beispielsweise wird vor und im bekannten Europark – dem größten Einkaufszentrum des Bundeslandes – protestiert, so die "SN". Ab 9 und voraussichtlich bis 11 oder 12 Uhr streiken die Mitarbeiter von Geschäften wie Peek & Cloppenburg, H&M und dm.

Ein ähnliches Vorgehen wie in Salzburg wurde auch bereits für das Klagenfurter City Arkaden von 10 bis 12 Uhr angekündigt. Hier soll im Rahmen der Demonstration die Zufahrt zu dem Einkaufszentrum blockiert werden. In St. Pölten und Graz wird gleichermaßen zu Protesten aufgerufen.

Ungestört einkaufen im Burgenland und in Vorarlberg

Es ist also davon auszugehen, dass zu dieser Zeit in den meisten Landeshauptstädten in bestimmten Einkaufszentren und -straßen protestiert und währenddessen die Arbeit niedergelegt wird. Auch im Maxi Markt in Linz soll gestreikt werden. Ungestört einkaufen kann man hingegen im Burgenland und in Vorarlberg, hier sind am Samstag keine Protestmaßnahmen geplant. 

Der Umfang der Warnstreiks sei unterschiedlich, erklärte die Gewerkschaft. "Wir haben Bereiche, wo 100 Beschäftigte teilnehmen. Wir haben aber auch Filialen, wo 10, 15 Beschäftigte sind", sagte Helga Fichtinger von der Gewerkschaft im "Ö1-"Morgenjournal".

Mit starken Auswirkungen auf das Geschäft am zweiten Weihnachtssamstag rechnen die Unternehmen allerdings nicht. "Wen in einer Einkaufstraße ein Betrieb für eine Stunde streikt, ist das Einkaufserlebnis nicht geschmälert", sagt Handels-Obmann Rainer Trefelik.

Beim Handels-KV geht es um die Gehälter von 430.000 Angestellten und Lehrlingen. Es ist der zweitgrößte Kollektivvertrag in Österreich. Wann über die Gehälter weiterverhandelt wird, ist noch unklar.

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