Zweiter Lockdown – jetzt melden sich immer mehr Politker

Beim ersten Lockdown waren Wiens Straßen leergefegt.
Beim ersten Lockdown waren Wiens Straßen leergefegt.picturedesk.com
Die Corona-Zahlen steigen stetig an. Kaum eine Frage beschäftigt die Österreicher derzeit mehr: Kommt ein zweiter Lockdown. Und wenn ja, wann.

"Um jeden Preis", wollen sämtliche Spitzenpolitiker des Landes einen zweiten Lockdown in Österreich verhindern. Angesichts laufend stark steigender Corona-Inzidenzen fragt sich nur: Wie lange geht das noch? Gesundheitsminister Rudi Anschober erklärte es bei der Pressekonferenz am Freitag: Das Epidemiegesetz schreibt vor, dass ein Lockdown nicht erlaubt ist, solange es in den Krankenhäusern noch Intensivkapazitäten gibt. Der Gesundheitsminister unterstrich jedoch auch, dass ein Lockdown aber sogar verpflichtend sei, sofern das Gesundheitssystem zu kollabieren drohe.

"Heute kein Problem in Spitälern"

➤ Im "Kurier"-Interview am Sonntag zeigte auch Kanzler Sebastian Kurz klare Kante und betonte, dass "keine Bundesregierung der Welt" es zulassen könne, "dass Menschen in medizinischen Notsituationen nicht mehr behandelt werden können." So weit sei es hierzulande zwar NOCH nicht. Doch "alle, die sagen, wir haben noch kein Problem in unseren Spitälern, die haben heute recht, aber mit der Betonung auf heute", zitiert ihn die Zeitung weiter. Die Lockdown-Story kannst du HIER nachlesen >>

Lockdown? "Ich weiß es nicht"

➤ Weit nachdenklicher zeigt sich Salzburgs Landeschef Wilfried Haslauer in einem "Presse"-Interview. Lässt sich ein zweiter Lockdown vermeiden, fragt das Blatt in seiner Sonntagsausgabe. Antwort: "Ich weiß es nicht." Nachdenklicher Nachsatz: "Wir hatten zuletzt über 2.500 Neuinfizierte pro Tag – das ist schon sehr, sehr viel. Warten wir ab, wie die Maßnahmen wirken."

Rudi Anschober "Jetzt muss jeder ein Teil der Lösung sein, dann können wir es ohne Lockdown schaffen."
Gesundheitsminister Rudolf Anschober
Gesundheitsminister Rudolf Anschoberpicturedesk.com

➤ Und Gesundheitsminister Rudolf Anschober? Der mahnt seit Tagen: "Es geht jetzt um alles." Zweiter Lockdown? "Ist nach wie vor sehr unwahrscheinlich", so der Grüne in der "Presse". Einschränkung: "Wenn die 20 Prozent, die salopp mit dem Thema umgehen, mitmachen." Jetzt muss jeder ein Teil der Lösung sein, dann können wir es ohne Lockdown schaffen."

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