Der stärkste Wirbelsturm seit 14 Jahren traf in Indien Samstagabend auf die Ostküste und hinterließ eine Spur der Verwüstung. Super-Zyklons "Phailin" tötete bereits sieben Menschen, weil entwurzelte Bäume ihre Häuser trafen. Augenzeugen berichteten am Sonntag von Überflutungen, umgeworfenen Autos und zerstörten Stromleitungen. Mit gewaltigem Regen überzog das Tief mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 km/h die Region rund um Gopalpur im Bundesstaat Orissa.
Der stärkste Wirbelsturm seit 14 Jahren traf in Indien Samstagabend auf die Ostküste und hinterließ eine Spur der Verwüstung. Super-Zyklons "Phailin" tötete bereits sieben Menschen, weil entwurzelte Bäume ihre Häuser trafen. Augenzeugen berichteten am Sonntag von Überflutungen, umgeworfenen Autos und zerstörten Stromleitungen. Mit gewaltigem Regen überzog das Tief mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 km/h die Region rund um Gopalpur im Bundesstaat Orissa.
Dem Innenminister Indiens, Sushil Kumar Shinde, zufolge waren zuvor 550.000 Menschen in Sicherheit gebracht worden, allein 450.000 aus Orissa, daneben viele Menschen auch aus dem benachbarten Bundesstaat Andhra Pradesh.
Menschen flüchteten aus Häusern
Der Sturm erreichte in seinem weiteren Verlauf noch eine Geschwindigkeit von 240 km/h. Nach Angaben von Prabhat Mohapatra vom Katastrophenschutz in Orissa seien die Behörden in Alarmbereitschaft. Es würde erwartet, dass der Sturm zwölf Stunden lang ein sehr schwerer bis schwerer Wirbelsturm sei, bis er sich abschwäche.
Ein Fischer sagte NDTV zufolge: "Wir haben sehr große Angst, alles, was wir hören, sind die heulenden Winde da draußen." Mindestens fünf Menschen wurden bereits von Bäumen erschlagen, oder starben unter den Trümmern der Lehmziegelhäuser. Die Wetterbehörden warnten vor schweren Schäden an Gebäuden sowie einen Zusammenbruch der Strom- und Telefonnetze.
Bereits die Ausläufer von "Phailin" ließen Telefonmasten umstürzen und rissen Bäume um. Die Straßen waren mit Trümmern übersäht. Während viele Ortschaften entlang der Küste bereits evakuiert waren, drängten sich die Menschen anderenorts in Autos oder suchten in Tempeln Zuflucht. Der Katastrophenschutz sprach von einer der größten Evakuierungen in der Geschichte Indiens. Insgesamt dürften zwölf Millionen Menschen von dem Zyklon betroffen sein.
3,5 Meter hohe Sturmflut erwartet
Ein Mitarbeiter der Hilfsorganisation World Vision erklärte, in den tiefergelegenen Regionen an der Bucht von Bengalen könnten ganze Häuser weggeschwemmt werden. An der Küste leben viele arme Fischer und Bauern in Lehmziegelhäusern. Erwartet wurde eine Sturmflut von rund dreieinhalb Metern Höhe.
Phailin, mit einem Durchmesser von mehreren hundert Kilometern, ist laut Behörden der stärkste Sturm, der Indien seit dem Jahr 1999 heimsucht. Damals starben bei einem sogenannten Super-Zyklon in Orissa 15 000 Menschen. Insgesamt sind laut Behördenangaben voraussichtlich etwa zwölf Millionen Menschen von den Auswirkungen des Wirbelsturms betroffen. Seit 1999 habe man allerdings eine Menge dazugelernt, sagte G. Padmanabhan von den UN-Entwicklungshilfeprogramm. "Es werden deutlich weniger Menschen umkommen", sagte er voraus.