Schiefe Töne

19. Mai 2019 02:54; Akt: 19.05.2019 13:52 Print

Der ESC hat eine große Verliererin – Madonna

Madonna soll eine Million für ihren Kurzauftritt beim Song Contest in Tel Aviv bekommen haben. Sie hätte auf das Geld verzichten sollen.

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Beim Song Contest gab es einen großen Sieger, Duncan Laurence aus den Niederlanden. Womit niemand rechnete: 2019 gibt es auch eine große Verliererin. Sie heißt Madonna und hat sich diesen Bauchfleck mit Anlauf selbst eingebrockt.

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Erst war tagelang nicht klar ob sie überhaupt auftrat, dann setzte sie ihre Mega-Show gehörig in den Sand.

Erst seit wenigen Jahren werden Superstars zum Song Contest geladen, um den Zuschauern beim Voting die Zeit zu verkürzen. 2019 wollte der israelisch-kanadische Milliardär Sylvan Adams die perfekte Pop-Ikone fürs Song-Contest-Publikum nach Tel Aviv holen.

Eine Million Dollar für Madonna

Der Milliardär soll gerüchteweise eine Million Dollar gezahlt haben, um die Queen of Pop nach Israel einfliegen zu lassen. Sie reiste mit 30 Tonnen Equipment und weit über 100 Mitarbeitern, Sängern und Tänzern an.

Auftritt wackelte wegen rechtlicher Probleme

Noch zwei Tage vor dem Finale war nicht sicher, ob Madonna auftreten würde. Sie hatte den Vertrag noch nicht unterschrieben. Das lag nicht etwa am Geld, sondern an den Musikrechten. Der 60-jährige Superstar wollte zwei Songs performen. "Like a Prayer" aus dem Jahr 1989 und "Future", eine Nummer vom neuen Album "Madame X", das am 14. Juni 2019 erscheinen soll.

Von der Bühne ausgesperrt, dann Probezeit nicht eingehalten

Die Rechte an "Like a Prayer" gehören aber nicht ihr. Erst am Donnerstagabend war sicher, dass Madonna den Hit öffentlich performen durfte. Deshalb ließ ESC-Chef Jon Ola Sand sie am Donnerstagvormittag erst gar nicht auf die Bühne. Sie musste erst mit der Abreise drohen, bevor sie proben durfte. Dann überzog sie die vereinbarte Probezeit noch gehörig, wie man während der Show erfuhr.

Plattitüden statt echter Gefühle

Am Samstag erschien die Heldin der LGBT-Community wirklich beim großen Finale. Anbetend stand der israelische Moderator neben ihr, Madonna ließ die ungute Diva raushängen und unterbrach ihn ständig beim Reden. Ihr "Pep-Talk" ans Publikum war eine Aneinanderreihung von Plattitüden. "Was uns alle hierher bringt ist Musik. Unterschätzen wir nie die Kraft der Musik", tönte Madonna in die Kamera. Das kam so ehrlich und herzlich rüber wie ein Wahlplakat.

Gesang als Tiefpunkt

Madonna ist keine Rednerin, sondern die Queen of Pop, dachten sich die Zuschauer. Es konnte nur besser werden, oder? Falsch gedacht. Das Schlimmste kam noch. Denn dann begann Madonna zu singen.

Bei "Like a Prayer" bewies die die Pop-Ikone, dass sie wirklich live sang. Denn sie traf kaum einen Ton:

Für ihren zweiten Song "Future" holte sie sich Quavo (ein Drittel des Hip-Hop-Trios Migos) als Duettpartner. Die Nummer wurde zum Autotune-Gemetzel.

Auf Twitter verspottet

Für Madonna wurde der Song Contest zur Blamage. Neben 26 Newcomern war sie es, die am schlechtesten abschnitt. Auf Twitter regnete es Häme und selbst dem ungeübtesten Zuhörer fiel auf, dass ihre Performance grottenschlecht ausgefallen war. Noch dazu vor einem Publikum, das zu ihren treuesten Fans gehört.

Schlechte Vorzeichen für die kommende Tour

Erst kürzlich hat Madonna die ersten Daten für ihre neue Tour bekannt gegeben. Sie will nicht mehr auf Stadien-Auftritte, sondern auf intime Konzerte in kleinerem Rahmen setzen. Mehr Termine sollen bald folgen. Traurig nur, dass die Queen of Pop jetzt bewiesen hat, dass sie ihre eigenen Songs nicht mehr richtig hinbekommt. Man kann nur hoffen, dass das ein einmaliges Desaster war und nicht der Beweis dafür, dass ihre Pension überfällig ist.

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(lam)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • kreereiwa am 19.05.2019 09:12 Report Diesen Beitrag melden

    verglühter Stern

    Ich habe sie beim letzten Wien-Konzer live erlebt, mehr als 1h verspätet, nur 1 bekannter Titel und alle mittelmäßig bis schlecht - ein verglühter Stern.

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  • ana_conda am 19.05.2019 08:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    madonna

    ....konnte noch nie singen!

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  • timeout am 19.05.2019 08:26 Report Diesen Beitrag melden

    Genug ist genug

    Ihre Zeit ist vorbei und sie ist auch älter geworden. Das sollte sie halt erkennen

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • guziwuzi am 19.05.2019 18:23 Report Diesen Beitrag melden

    Echt schade ums Geld!

    Schlecht gesungen, das zweite Lied war elektronisch verzerrt damit man ihre schiefen Töne gar nicht hört, und was soll das überhaupt für ein Bühnenoutfit sein mit der Augenklappe oder ist sie sich beim Föhnen mit dem Finger ins Auge gefahren?

  • Antimadonna am 19.05.2019 17:08 Report Diesen Beitrag melden

    Queen? Weit gefehlt!

    I don't like her very much. Sie war mir immer suspekt.

  • Desert Eagle am 19.05.2019 16:44 Report Diesen Beitrag melden

    30 Tonnen Equipment und

    100 Mann Personal, und dann bringt sie kaum mehr Ton raus als Blaupanda. Ich erinnere mich an die Aussage eines wohlbekannten Zauberkünstlers aus Mauthausen, der über David Copperfield sagte: "Wenn ich mit 5 LKW zum Auftritt komme, mache ich diese Kunststückerln auch." Er trat immer nur mit zwei Koffern auf.

  • Lilly am 19.05.2019 15:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Katastrophe

    Katastrophaler Auftritt von Madonna!!!!!!!! Schiefe Töne, und diese Million wäre für Spenden sinnvoller gewesen!!!!!! Diese Lady sollte in den Ruhestand gehen!!!!!!

  • 1002Himmelszelt am 19.05.2019 13:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    und Zeit ist vorüber

    Außer massiver Kritik an der Kirche war da gar nichts, sang total schief und selbst die Bühnenperformance war nicht gut.