Türkisblaues Wasser, historische Gebäude und eine schnuckelige Altstadt ziehen jedes Jahr zahlreiche Urlauber nach Split an die dalmatinische Küste Kroatiens. Für ein britisch-kanadisches Paar wurde die Traumdestination zum Albtraum, die Reise endete im Krankenhaus.
Laura Denman (26), eine Studentin aus Cambridgeshire, hatte mit ihrem Partner Jeremy (39), einem Videofilmer aus Kanada, über eine große Online-Plattform ein Zimmer in einem Hostel gebucht – um günstige 67 Euro pro Nacht. Einen Monat wollte das Paar in Kroatien verbringen, doch als sie in Split ankamen, wusste es von Anfang an, dass etwas nicht stimmte. Das berichtet der britische "Mirror" am Montag.
Anstatt in die pittoreske Altstadt, wurden sie in einen weniger malerischen Vorort dirigiert. "Uns wurde gesagt, wir sollen die Schlüssel in einem anderen Hostel abholen und dann zu unserem Appartement fahren." Dort angekommen, der Schock: Es gab 30 Zimmer und nur ein Bad für alle Gäste, Personal war ebenfalls keines anwesend: "Wir wussten nicht, wo wir sonst hinsollten, also entschieden wir, dass wir damit auskommen würden."
Geld, oder Prügel
An ihrem letzten Tag wurde das Paar schließlich durch die Putzfrau mit einem unerhörten Ultimatum konfrontiert: Sie sollten mehr Geld bezahlen, oder sofort auschecken. Als sich die beiden Urlauber weigerten der Abzocker-Forderung nachzukommen, wurden sie in ihrem Zimmer eingesperrt. Währenddessen rief die Putzfrau den Betreiber zu Hilfe.
Als dieser eintraf, eskalierte die Situation. Zwei Männer drängten den Kanadier an eine Wand, während die Frau brutal auf die 26-Jährige losging. Dabei soll Denman mit einer Eisenstange so schwer am Kopf verletzt worden sein, dass sie im Krankenhaus landete.
Warnung vor Abzocker-Angeboten
Dort hätten Ärzte die blutende Wunde mit mehreren Stichen nähen müssen. Zudem erlitt sie eine Fraktur an einer ihrer Hände. Die Nachrichtenagentur SWNS veröffentlichte Bilder der 26-Jährigen (siehe Diashow oben), darunter auch eines, das sie blutüberströmt und in einem Rollstuhl zusammengesackt zeigt. Auf anderen sind riesige Blutergüsse zu sehen.
Jetzt will die junge Britin andere Reisende vor der Gefahr warnen: "Es geht uns gut, jetzt wo wir daheim in Großbritannien sind, aber es war eine schreckliche Qual", wird Denman im "Mirror" zitiert. "Es ist uns klargeworden, dass der Hostelbetrieb wohl illegal war – und der Angriff vorsätzlich war."
"Was uns passiert ist, war schlimm und ich wäre untröstlich, wenn das auch anderen passiert", so die Studentin: "Ich will nur, dass die Menschen wissen, was mir zugestoßen ist, damit so etwas niemals wieder passiert."
Die Bilder des Tages
(red)