Terror in Straßburg

12. Dezember 2018 07:11; Akt: 12.12.2018 07:11 Print

Was man zum Attentäter weiß – und was nicht

Cherif Chekatt, der Täter von Straßburg, ist radikalisiert und hätte am Dienstag verhaftet werden sollen. Völlig unklar ist sein genaues Motiv.

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Schüsse an drei Tatorten

Am Dienstag gegen 20 Uhr eröffnete ein Mann beim Weihnachtsmarkt in Straßburg das Feuer. An drei verschiedenen Orten in der Stadt schoss er um sich und lieferte sich Schusswechsel mit der Polizei und Soldaten. Drei Personen starben, zwölf weitere wurden verletzt, sechs davon schwer. Wo genau alles begann, ist unklar.

Der Täter wird wegen versuchten Mordes gesucht

Der Attentäter ist laut Medienberichten 29 Jahre alt, in Frankreich geboren und wurde bereits wegen ungenannter Delikte in Frankreich und Deutschland verurteilt. Mehrere französische Newsseiten haben ihn als Cherif Chekatt identifiziert. Diese Information ist aber nicht bestätigt. Laut "France Info" hätte er am Dienstagmorgen wegen versuchten Mordes verhaftet werden sollen, war aber nicht zuhause. Bei den Schusswechseln wurde er von Soldaten verwundet, konnte aber mit einem Taxi fliehen, das er zuvor gestohlen hatte. Er ist am Mittwochmorgen noch immer auf der Flucht. 350 Polizisten und Soldaten suchen unter anderem mit Helikoptern nach ihm.

Das Motiv: Radikalisierter Täter

Die Polizei geht von einem terroristischen Hintergrund aus: Anti-Terror-Einheiten der Pariser Staatsanwaltschaft haben die Ermittlungen übernommen. Der Täter soll sich radikalisiert haben – Details dazu sind vorerst aber nicht bekannt. In der Wohnung des Mannes wurden laut "Le Parisien" Granaten gefunden. Die genauen Hintergründe der Tat liegen allerdings noch im Dunkeln. Ein Bekennerschreiben ist noch nicht aufgetaucht. Bisher hat sich auch keine Organisation zur Tat bekannt.

Wie weiter? Frankreich unter Schock

Frankreichs Regierung ließ nach dem Anschlag die höchste nationale Sicherheitswarnstufe ausrufen. Das bedeute verstärkte Kontrollen an den Grenzen des Landes. Auch Weihnachtsmärkte würden stärker kontrolliert. Die Innenstadt von Straßburg wurde abgeriegelt.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Max Mustermann am 12.12.2018 07:47 Report Diesen Beitrag melden

    Inkompatibilität der Kulturen

    Die Grenzen und Weihnachtsmärkte zu kontrollieren ist sicher keine längerfristige Lösung des religiös bzw. politisch motivierten Terrors. Frankreich müsste es - ebenso wie Großbritannien - untersagen, dass sich Leute aus den ehemaligen Kolonien im Land niederlassen. Die inkompatiblen Kulturen sind das Problem. Bei uns ist es nicht anders.

  • Siel am 12.12.2018 08:04 Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Linke Politik bedeutet verderben fuer den normalen Bürger. Die Menschen hatten keine Probleme bis die Linken regierten.

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  • Kannitverstan am 12.12.2018 08:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Immer das gleiche traurige Bild

    Cherif Chekatt, Muslim, Wurzeln in Marokko, radikalisiert und amtsbekannt. Was braucht man mehr. Und unbeteiligte mussten wieder sterben.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • isabell am 12.12.2018 17:18 Report Diesen Beitrag melden

    traurig

    aber warum hat man ihn immer wieder aus der haft entlassen wenn er schon einiges angestellt hat und wenn er amtsbekannt war? der typ wird schon über alle berge sein und den nächsten anschlag planen in einer traurigen welt leben wir

  • Bock am 12.12.2018 14:08 Report Diesen Beitrag melden

    Nina

    Interessiert keinen. Franzosen interessiert ja auch nicht was irgendwo in in Österreich passiert. Also Bitte. Mich interessiert Mehr wie das Wetter wird zu Weihnachten ob es schneien wird. Und ob meine Gehälter nächstes Jahr erhöht werden.

  • JunkMail am 12.12.2018 09:17 Report Diesen Beitrag melden

    Importierter Terror,

    verursacht von Leuten, die damit nicht konfrontiert sind. Kein Wunder, dass alle bei Amazon einkaufen, es traut sich ja keiner mehr aus dem Haus.

  • Kannitverstan am 12.12.2018 08:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Immer das gleiche traurige Bild

    Cherif Chekatt, Muslim, Wurzeln in Marokko, radikalisiert und amtsbekannt. Was braucht man mehr. Und unbeteiligte mussten wieder sterben.

    • Das gerade ein am 12.12.2018 21:08 Report Diesen Beitrag melden

      Wurzel Marokkaner

      Macrons Weg zur Verschärfung gegen "Terror" in Frankreich ebnet.. ;/ wird die yellos weniger freuen..

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  • entschleiert am 12.12.2018 08:12 Report Diesen Beitrag melden

    Eines weiß man ganz bestimmt

    Das hat alles nichts mit nichts zu tun! Schon gar nicht mit einer unreformierten Kriegsideologie, die genau solches Verhalten in Befehlsform vorschreibt, wo Märtyrertum die höchste Tugend darstellt und alles außenstehende als wertlos und unrein diffamiert wird und bekämpft werden muss.