Burnout Paradise Remastered

20. März 2018 13:20; Akt: 20.03.2018 13:31 Print

Gummi in Burnout brennt noch, die Grafik nicht mehr

Electronic Arts und Criterion haben den Arcade-Racer Burnout Paradise in einem Remaster neu aufgelegt. Der ist schwach, das Spiel aber nach wie vor stark.

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Damals (2008) galt die Grafik von Burnout Paradise noch als Nonplusultra, darauf kam es aber gar nicht an. Die Entwickler punkteten dagegen mit außergewöhnlich vielen Freiheiten. Eingeführt wurden im Vergleich zu vorangegangen Burnout-Spielen etwa auch Stuntrennen oder der "Marked-Man-Modus", bei dem eine Vielzahl von Autos versuchte, den Zocker von der Straße zu drängen. Dass alles mit wenig Realismus und unendlich viel Action geschah, machte den Reiz aus. Und noch heute erinnert man sich an die Zeitlupenaufnahmen zurück, in denen sich die Fahrzeuge zu zerstörten Wracks wandelten. Zehn Jahre später steht nun mit Burnout Paradise Remastered eine überarbeitete Arcade-Version in den Regalen. Und leider lässt die mehr liegen, als man es sich von einer Remastered-Version gewünscht hätte. Gerade als verwöhnter Gamer hat man sich an Standard-Funktionen von Racing-Titeln wie einer Navigation oder bestimmbaren Wegpunkten so sehr gewöhnt, dass deren Fehlen in Burnout Paradise Remastered zu deutlich auffällt. Und auch die spielerische Freiheit ist irgendwie dahin, nur rund zehn Zielpunkte für Rennen sind heutzutage nicht mehr gewaltig. Eindrucksvoll sind nach wie vor die Crashs, doch gerade bei der Darstellung und Grafik merkt man dem Titel sein Alter an. Ja, Texturen und Details sind zwar schärfer geworden und die 2D-Elemente in der Spielwelt haben sich in 3D gewandelt. Doch mit einem aktuellen Hochglanz-Rennspiel kann Burnout Paradise Remastered optisch einfach nicht mithalten. Die Ingame-Grafik wirkt verschwommen, auch die Videosequenzen sind nicht das höchste der Grafik-Gefühle.

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Bevor es zum Hochglanz-Racing durch Titel wie Gran Turismo und Forza Horizon kam, war da Burnout Paradise. Das Rennspiel in einer offenen und für das Jahr 2008 gigantischen Welt legte Realismus beiseite und bot das, was sich so viele Rennfreaks wünschten: irre schnelle Rennen, halsbrecherische Stunts, unglaubliche Drifts und zerstörerische Crashs.

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Damals galt die Grafik von Burnout Paradise noch als Nonplusultra, darauf kam es aber gar nicht an. Die Entwickler punkteten dagegen mit außergewöhnlich vielen Freiheiten. Eingeführt wurden im Vergleich zu vorangegangen Burnout-Spielen etwa auch Stuntrennen oder der "Marked-Man-Modus", bei dem eine Vielzahl von Autos versuchte, den Zocker von der Straße zu drängen. Besonders: bei allen Modi war die Stadt Paradise City weiter frei befahrbar, der Spieler wurde in keine Begrenzungen gedrängt.

Dass alles mit wenig Realismus und unendlich viel Action geschah, machte den Reiz aus. Und noch heute erinnert man sich an die Zeitlupenaufnahmen zurück, in denen sich die Fahrzeuge zu zerstörten Wracks wandelten, wenn sie mit 200 Sachen und mehr gegen eine Mauer krachten. Zehn Jahre später steht nun mit Burnout Paradise Remastered eine überarbeitete Version in den Regalen.

Remaster lässt viel liegen

Und leider lässt die mehr liegen, als man es sich von einer Remastered-Version gewünscht hätte. Gerade als verwöhnter Gamer hat man sich an Standard-Funktionen von Racing-Titeln wie einer Navigation oder bestimmbaren Wegpunkten so sehr gewöhnt, dass deren Fehlen in Burnout Paradise Remastered zu deutlich auffällt. Und auch die spielerische Freiheit ist irgendwie dahin, nur rund zehn Zielpunkte für Rennen sind heutzutage nicht mehr gewaltig.

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Eindrucksvoll sind nach wie vor die Crashs, doch gerade bei der Darstellung und Grafik merkt man dem Titel sein Alter an. Ja, Texturen und Details sind zwar schärfer geworden und die 2D-Elemente in der Spielwelt haben sich in 3D gewandelt. Doch mit einem aktuellen Hochglanz-Rennspiel kann Burnout Paradise Remastered optisch einfach nicht mithalten. Die Optik wirkt verschwommen, auch die Videosequenzen sind nicht das höchste der Grafik-Gefühle. Kommen immer wieder verwaschene Elemente und springende Schatten sowie Lichter hinzu.

Für Neulinge okay, für Kenner wahrscheinlich zu wenig

Burnout Paradise Remastered ist aber kein Motorschaden auf ganzer Linie, denn wenn es um das Rasen geht, ist die Grafik heute wie damals einfach Nebensache. Noch immer drückt man einfach gerne ungehemmt das Pedal durch und jagt mit halsbrecherischen Geschwindigkeiten über die Strecken und Abkürzungen. Das macht süchtig, und zu entdecken gibt es auch wieder genug. Die Remastered-Version enthält das Basis-Spiel inklusive aller 8 DLCs vom Original.

Dazu kommt auch der Multiplayer-Modus, in dem man jederzeit aus dem Singleplayer umsteigen kann sowie der Original-Soundtrack, der Stimmung macht. Wer generell auf Arcade-Racer steht und Burnout Paradise nicht kennt, sollte den virtuellen Motor starten. Wer aber das Original zuhause hat, sollte sich eine Anschaffung genau überlegen. Vor allem deshalb, weil 4K-Unterstützzung mit 60 Frames pro Sekunde auf dem Papier besser klingt, als es im Spiel umgesetzt wurde.

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(rfi)

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