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Ein Kopfhörer, der immer sanft ins Ohr flüstert

Der Sony WH-1000XM2 ist nicht unbedingt ein Schnäppchen. Seinen Preis ist das Klangwunder aber allemal wert, findet unser Redakteur.
Heute Redaktion
13.09.2021, 21:33

Schon beim Test des Sony MDR-1000X hatten wir wenig zu bemängeln, dass Sony deswegen mit dem WH-1000XM2 noch einen Hit drauflegt, kommt für uns demnach überraschend. Genau das ist aber gelungen. Zwar ist optisch nicht viel verändert worden, bei der Technik allerdings schon. Einer der größten Pluspunkte ist die Akkulaufzeit, die nun etwas mehr als 30 Stunden beträgt. Im Test schlugen wir den Vorgänger um satte elf Stunden und konnten 33 Stunden lang Musik hören. Auch gut: Zehn Minuten laden bringt knapp über eine Stunde Hörzeit.

Noise-Cancelling bot das Vorgängermodell zwar auch, aber bei weitem nicht so ein smartes wie der WH-1000XM2. In Verbindung mit einer kostenlosen App passt sich die Umgebungsgeräusch-Unterdrückung automatisch an die jeweilige Situation an, was sehr gut klappt. Geht man auf der Straße, ist die Unterdrückung beispielsweise nicht so stark wie in einer vollbesetzten U-Bahn. Schließlich will man ja zumindest noch irgendetwas vom Verkehr mitbekommen, kann aber genüsslich auf die manchmal nervenden Tratschereien in den Öffis verzichten.

Jede Menge Feintuning

Zwar hat uns die automatische Anpassung vollends überzeugt, wer will kann sie aber auch manuell regeln. Dafür stehen die Modi "Verweilt", "Spaziert", "Läuft" und "Wird befördert" zur Verfügung, die jeweils noch mit einem Regler in der Stärke nachjustiert werden können. Für Profis gibt es auch noch einen Luftdruck-Anpassungsregler, wenn man etwa über den Wolken dahinfliegt. So soll in absolut jeder Lebenslage der perfekte Klang geliefert werden.

Wem das noch immer nicht reicht, der kann in der (übrigens optionalen) App wählen, ob er eine stabile Verbindung oder eine perfekte Klangqualität priorisieren will. Das ist unserer Meinung nach aber eher eine Spielerei, denn im Testzeitraum von über einer Woche hatten wir bei der Einstellung "Priorität auf Klangqualität" keinen einzigen Bluetooth-Funkverbindungsabbruch. Umgekehrt kommt es bei der Unterstützung einer höheren Reichweite nicht zu hörbaren Qualitätsverlusten.

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Schwer, aber komfortabel

Auf einer Skala von 0 bis 10, wobei 0 einer absoluten Umgebungsgeräusch-Unterdrückung entspricht und man bei 10 alles von der Außenwelt hört, kommt der Sony-Kopfhörer auf eine beachtenswerte 2. Auffällig ist das Gewicht, das mit 275 Gramm etwas höher als bei vergleichbaren Modellen liegt. Der Tragekomfort gleicht das aber aus und die Polsterung sorgt dafür, dass der Kopfhörer auch über einen langen Zeitraum angenehm sitzt.

Die beiden Kopfhörermuscheln sind klapp- und drehbar. So kann der Kopfhörer platzsparend in einer eigenen Tasche transportiert werden. Die Tasche wird mitgeliefert, so werden die Kopfhörer geschützt und können auch gut bei Reisen transportiert werden. Beim Design gibt es keine Experimente, wie der Vorgänger ist das Gerät schlicht gehalten, elegant und nur klein gebrandet. Mit an Bord sind auch wieder die cleveren Gestensteuerungen. Durch Berührung der rechten Ohrmuschel mit der Handfläche kann die Musik schnell leiser und die Unterdrückung abgedreht werden. Solche Befehle hat der Kopfhörer einige zu bieten und sie gehen schnell ins Blut über.

Musikalisch in der höchsten Klasse

Bei der Soundqualität selbst hat Sony keine großen Änderungen vorgenommen, sie war aber bereits zuvor schon qualitativ in der Königsklasse. Glasklare Höhen, fetter Bass, gute, aber nicht ausschweifende Lautstärke, hier macht Sony den bisherigen Branchen-Giganten ordentlich Druck. Das merkt man allerdings auch preislich bei rund 390 Euro. Dafür bekommt man aber einen der besten kabellosen Noise-Cancelling-Kopfhörer, die es gibt. (veg/rfi)

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