Tipps für Minusgrade

26. Februar 2018 17:03; Akt: 26.02.2018 17:45 Print

So gefährlich ist Extrem-Kälte für Ihr Handy

Die Temperaturen sinken derzeit weit unter den Gefrierpunkt. Das kann gefährlich fürs Handy sein. So vermeiden sie Kälte-Schäden

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Derzeit sinkt die Temperatur weit unter den Gefrierpunkt. Das kann fürs Handy schädlich sein. Mit diesen Tipps sind Sie auf der sicheren Seite. Das Handy sollte optimalerweise eng am Körper getragen werden. Durch die Körperwärme und die isolierende Kleidung ist das Gerät vor Kälte ausreichend geschützt. Dauerhaft kalte Temperaturen können Handy-Akkus stark zusetzen. Diese entladen sich unter Umständen schneller. Handy-Akkus funktionieren am besten im Bereich zwischen 15 und 25 Grad. Ist man wieder zu Hause, sollte man mit dem Aufladen etwa eine halbe Stunde warten, bis sich das Gerät wieder akklimatisiert hat. Aufladen in extremer Kälte ist äußerst schädlich für den Handy-Akku. Bei extremer Kälte können die Flüssigkristalle im Display einfrieren. Es reagiert dann nur mehr langsam oder gar nicht. Sobald das Display sich wieder aufwärmt, funktioniert das LCD-Display wieder einwandfrei. Bestimmte Handyhüllen etwa aus Neopren, die isolierend wirken, helfen. Sollte das Gerät mit Schnee, Eis oder sonstiger Feuchtigkeit in direktem Kontakt kommen, besteht die Gefahr von Kurzschlüssen oder Vereisung. Hier gilt: Handy sofort ausschalten und lange (bis zu 24 Stunden) trocknen lassen. Rasche Temperaturwechsel sind ebenfalls gefährlich. Kommt es von extremer Kälte direkt ins Warme, besteht die Gefahr, dass sich in kleinen Hohlräumen im Inneren des Geräts Kondensation bildet. Das kann zu Kurzschlüssen und bleibenden Schäden führen. Hier gilt: Langsam aufwärmen lassen.

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Eiskalte Polar-Luft beschert Österreich derzeit wochenlang Minusgrade. Die extrem niedrigen Temperaturen können die Funktionsweise des Smartphones beeinträchtigen oder sogar bleibende Schäden verursachen.

Wenn Sie die folgenden Dinge beachten, sind Sie aber auf der sicheren Seite.

1. Nah am Körper tragen

Der beste Schutz gegen die Kälte ist, das Gerät immer nah am Körper zu tragen. Winterkleidung und Körperwärme sind der beste Schutz gegen mögliche Kälte-Schäden. Bei extremen Minusgraden sollten Sie das Handy im Freien nur benutzen, wenn es sein muss.

2. Display kann "einfrieren"

Bei Temperaturen unter Null können die Flüssigkristalle im LCD-Display von Smartphones oder Tablets gefrieren. Die Bedienung über den Touchscreen kann dadurch nur mehr langsam, unvollständig oder im Extremfall gar nicht mehr funktionieren.

Die Beeinträchtigung ist allerdings nicht bleibend. Nach dem Aufwärmen sollte das Smartphone wieder einwandfrei funktionieren.

3. Akku in Gefahr

Sind Smartphones längere Zeit extremer Kälte ausgesetzt, können sich Akkus schneller entladen. Einen abgekühlten Akku aufzuladen ist für diesen sehr schädlich und kann ihn längerfristig beschädigen. Experten empfehlen daher, Geräte abzuschalten und sich ca. eine halbe Stunde akklimatisieren zu lassen.

4. Kondensation, die unsichtbare Gefahr

Am gefährlichsten für Elektronikgeräte sind jedoch drastische Temperaturschwankungen. Kommt ein Gerät nach längerer Zeit von extremer Kälte ins Warme, kann sich in kleinen Hohlräumen im Inneren Kondenswasser bilden.

Das kann im Extremfall zu Kurzschlüssen und Totalschaden führen. Auch hier empfiehlt es sich, das Gerät auszuschalten und sich langsam aufwärmen lassen.

5. Notfall-Tipps bei Feuchtigkeit

Wenn das Smartphone mit Schnee, Eis oder sonstiger Feuchtigkeit in direkten Kontakt kommt, sollte man es sofort ausschalten und den Akku entfernen. Anschließend sollte man das Smartphone 24 Stunden im Warmen trocknen lassen, um mögliche Kurzschlüsse auszuschließen. Auf das Trocknen mittels Föhn sollte man verzichten. Die Hitze kann die Elektronik beschädigen.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Franzilein am 27.02.2018 04:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Traumatisiert

    Na da werden viele traumatisiert sein, wenn sie das Handy verstecken müssen, und nicht mit dem Ding in der Hand durch die Gegend latschen können.

  • Fritz Trözter am 27.02.2018 03:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Klasse Tipp

    Bei neueren Handys ist es gar nicht mehr möglich den Akku zu entfernen. Da ist alles verklebt. Und was mach ich dann bei Kontakt mit Schnee? Neues Handy kaufen.

  • Herbert am 27.02.2018 09:14 Report Diesen Beitrag melden

    Armes Handy

    Ich erfriere aber dem Handy gehts gut. Danke für diese tollen Tipps.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Schukraid am 27.02.2018 12:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ok

    nah am körper tragen haha und sonst heists immer man sollte dashandy wen möglcih nicht am körper tragen aber winter ist ne ausnahme?

  • Herbert am 27.02.2018 09:14 Report Diesen Beitrag melden

    Armes Handy

    Ich erfriere aber dem Handy gehts gut. Danke für diese tollen Tipps.

  • Franzilein am 27.02.2018 04:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Traumatisiert

    Na da werden viele traumatisiert sein, wenn sie das Handy verstecken müssen, und nicht mit dem Ding in der Hand durch die Gegend latschen können.

  • Fritz Trözter am 27.02.2018 03:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Klasse Tipp

    Bei neueren Handys ist es gar nicht mehr möglich den Akku zu entfernen. Da ist alles verklebt. Und was mach ich dann bei Kontakt mit Schnee? Neues Handy kaufen.