LG G7 ThinQ im Test

04. Juli 2018 17:46; Akt: 04.07.2018 18:04 Print

Musik am Handy? Hier gibt es ordentlich Bass!

Das LG G7 ThinQ hält technisch mit den Highend-Geräte anderer Hersteller mit. Absetzen kann sich das Smartphone aber bei der Musikwiedergabe.

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Eine Besonderheit bietet das helle 6,1 Zoll große FullVision Display (1.440 x 3.120 Pixel): beim Start kann der Nutzer wählen, ob er eine Standard-Ansicht haben will oder lieber den vom iPhone X bekannten "Notch" am oberen Bildschirmrand. Auffallend ist auch, dass LG ungewöhnlich schlicht beim Design des LG G7 ThinQ ist. Das Gehäuse besteht vorne und hinten aus Glas, seitlich umfasst es ein Metallrahmen. Auf der Rückseite mittig und etwas erhöht angeordnet ist der Fingerabdruckscanner, darüber die nur ganz leicht aus dem Gehäuse ragende Doppelkamera mit danebenliegendem Blitz. Vorne sind Frontkamera, Lautsprecher und LED im "Notch" zu finden - oder im Displaybalken, wenn dieser aktiviert ist. An der linken Geräteseite findet sich ungewöhnlicherweise neben den Lautstärketasten ein dritter Button, er aktiviert den Google Assistant und die Google Lens. Der Power- und Sperrbutton ist dagegen auf der rechten Gehäuseseite zu finden. Das Highlight des LG G7 ThinQ ist es der Sound. Was sich "DTS-X" nennt, liefert in der Praxis nicht nur einen klaren Klang bei hohen Lautstärken, sondern auch einen ordentlichen Bass, den man bisher selten bei einem Smartphone erlebt hat. Merklich überarbeitet wurde die Kamera-Qualität und wie beim LG V30 kommt auch hier eine Kamera mit Künstlicher Intelligenz zum Einsatz. Bei der Dualkamera knipsen beide Objektive mit 16 Megapixel, eines aber im Winkel von 71 Grad, ... ... eines im Weitwinkel von 107 Grad. Gerade für Landschafts- und Gebäudefotografen ist das ein Segen, denn im Weitwinkel und 18:9-Format bekommt man große Motive auf ein Bild, ohen umständlich den Starndort wechseln zu müssen. Die KI-Funktion holt noch einen Ticken mehr Qualität aus den Bildern raus und erkennt verschiedensten Motive. Kleine Einblendungen am Kamera-Display zeigen, was die KI erkannt hat und verbessert: "Pflanze", "Grün", "Stein", "Aufzug", Parkplatz", "Spinat", "Strauch", die KI scheint Hunderte Motive zu kennen. Zwar bekommt man auch mal "Spinat" eingeblendet, wenn man eine Hecke knipst, und die Einblendungen sind anfangs irritierend, die Verbesserungen sind mit einer Ausnahme aber gut. Nur bei Bildern, auf denen der Himmel eingefangen wird, sollte man bei der KI vorsichtig sein. Diese Aufnahmen bekommen oft einen intensiven Blaustich ... ... und neigen dazu, dass auch alle anderen Farben in den Aufnahmen übersteuern. Dennoch: mit der Kamera ist LG ein Riesensprung gelungen. Fotos werden sehr scharf, die Farben wirken meist lebensecht und mit Zuschalten der KI werden nette Foto- und Unschärfe-Effekte möglich. Die KI kategorisiert die Bilder zudem nach den erkannten Motiven, was sich bei Vielknipsern als praktisch erweist. Bei Technik und Design orientiert sich das LG G7 ThinQ an der Konkurrenz im Highend-Segment, wobei es bei Kamera, Akku, Prozessor und Co. zwar nirgends die Spitzenposition einnimmt, aber auch nie deutlich ins Hintertreffen gerät. Herausragend ist es dagegen am Sound-Sektor. Wer das Smartphone stark zur Musikwiedergabe nützt, der sollte beim LG G7 ThinQ einmal genauer hinhören.

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Mit einem Preis von rund 850 Euro ist das neue LG-Smartphone G7 ThinQ eindeutig in der Oberklasse angesiedelt. Für das Geld bekommt man auch so ziemlich alles, was man erwarten darf: Qualcomm Snapdragon 845 Prozessor, 64 Gigabyte (per microSD erweiterbaren) Speicher und vier Gigabyte Arbeitsspeicher, Dualkamera mit zwei 16-Megapixel-Sensoren und KI-Unterstützung sowie Wasser- und Staubdichheit, 3.000 mAh Akku und USB-C-Ladung.

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Eine Besonderheit bietet das helle 6,1 Zoll große FullVision Display (1.440 x 3.120 Pixel): beim Start kann der Nutzer wählen, ob er eine Standard-Ansicht haben will oder lieber den vom iPhone X bekannten "Notch" am oberen Bildschirmrand. Auffallend ist auch, dass LG ungewöhnlich schlicht beim Design des LG G7 ThinQ ist. Das Gehäuse besteht vorne und hinten aus Glas, seitlich umfasst es ein Metallrahmen.

Auf der Rückseite mittig und etwas erhöht angeordnet ist der Fingerabdruckscanner, darüber die nur ganz leicht aus dem Gehäuse ragende Doppelkamera mit danebenliegendem Blitz. Vorne sind Frontkamera, Lautsprecher und LED im "Notch" zu finden – oder im Displaybalken, wenn dieser aktiviert ist. An der linken Geräteseite findet sich ungewöhnlicherweise neben den Lautstärketasten ein dritter Button, er aktiviert den Google Assistant und die Google Lens.

Für Landschafts- und Gebäudefotografen

Der Power- und Sperrbutton ist dagegen auf der rechten Gehäuseseite zu finden. Bei den inneren Werten findet sich als Benutzeroberfläche Android 8, allerdings mit der LG-Betriebssystem-Anpassung und dementsprechend etwas "Bloatware". Wäre nicht schlimm, wenn sie sich entfernen ließe, so kann man sie leider nur deaktivieren. Das Gerät offenbart beim Start schließlich auch, dass es neben der Entsperrung per Fingerabdruck auch Gesichtserkennung unterstützt, die solide funktioniert.

Merklich überarbeitet wurde die Kamera-Qualität und wie beim LG V30 kommt auch hier eine Kamera mit Künstlicher Intelligenz zum Einsatz. Bei der Dualkamera knipsen beide Objektive mit 16 Megapixel, eines aber im Winkel von 71 Grad, eines im Weitwinkel von 107 Grad. Gerade für Landschafts- und Gebäudefotografen ist das ein Segen, denn im Weitwinkel und 18:9-Format bekommt man große Motive auf ein Bild, ohen umständlich den Standort wechseln zu müssen. Auch für Gruppenfotos perfekt!

KI mit netten Effekten und einem Schnitzer

Die KI-Funktion holt noch einen Ticken mehr Qualität aus den Bildern raus und erkennt verschiedensten Motive. Kleine Einblendungen am Kamera-Display zeigen, was die KI erkannt hat und verbessert: "Pflanze", "Grün", "Stein", "Aufzug", Parkplatz", "Spinat", "Strauch", die KI scheint Hunderte Motive zu kennen. Zwar bekommt man auch mal "Spinat" eingeblendet, wenn man eine Hecke knipst, und die Einblendungen sind anfangs irritierend, die Verbesserungen sind mit einer Ausnahme aber gut.

Nur bei Bildern, auf denen der Himmel eingefangen wird, sollte man bei der KI vorsichtig sein. Diese Aufnahmen bekommen oft einen intensiven Blaustich und neigen dazu, dass auch alle anderen Farben in den Aufnahmen übersteuern. Dennoch: mit der Kamera ist LG ein Riesensprung gelungen, Fotos werden sehr scharf, die Farben wirken meist lebensecht und mit Zuschalten der KI werden nette Foto- und Unschärfe-Effekte möglich.

Sound als eigentliches Highlight

Auch nachts bekommt man ansprechende Aufnahmen dank der f/1,6-f/1,9-Blende hin, für den Kamerathron reicht es allerdings nicht. Die KI kategorisiert die Bilder zudem nach den erkannten Motiven, was sich bei Vielknipsern als praktisch erweist. Dabei ist die beworbene KI-Kamera gar nicht das Highlight des LG G7 ThinQ, vielmehr ist es der Sound.

Was sich "DTS-X" nennt, liefert in der Praxis nicht nur einen klaren Klang bei hohen Lautstärken, sondern auch einen ordentlichen Bass, den man bisher selten bei einem Smartphone erlebt hat. Bluetooth-Lautsprecher und Co. braucht man jedenfalls keine mit, wenn man das Smartphone als Musikspieler einstecken hat. Außerdem praktisch: Headsets können weiter über einen herkömmlichen Kopfhöreranschluss verbunden werden. Auch dann gibt es dank Digital-Analog-Wandler unglaublich sauberen Sound zu hören.

Guter Allrounder für Musikliebhaber

Schlicht und dennoch hervorstechend: bei Technik und Design orientiert sich das LG G7 ThinQ an der Konkurrenz im Highend-Segment, wobei es bei Kamera, Akku, Prozessor und Co. zwar nirgends die Spitzenposition einnimmt, aber auch nie deutlich ins Hintertreffen gerät. Herausragend ist es dagegen am Sound-Sektor. Wer das Smartphone stark zur Musikwiedergabe nützt, der sollte beim LG G7 ThinQ einmal genauer hinhören.

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