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Polizei warnt vor dieser fiesen Porno-Masche

Heute Redaktion
13.09.2021, 20:03

Erpresser behaupten in E-Mails, die Empfänger beim Konsum von Pornos gefilmt zu haben. Als Beweis dafür nennen sie deren Namen und sogar ein Passwort.

"Kommen wir gleich zur Sache", steht in der E-Mail. "Ich weiß, dass dein Passwort Ananas01 ist." Der anonyme Erpresser schreibt, er habe auf einer Porno-Website eine Schadsoftware installiert und es damit geschafft, das Opfer während des Konsums freizügiger Inhalte mit der Webcam zu filmen.

Es gebe nun zwei Möglichkeiten. Entweder müssten 1.900 Dollar in Bitcoin bezahlt werden, dann werde die Sache vergessen. Sonst werde der Erpresser die Aufnahmen an alle Kontakte schicken, inklusive der Familie und der Arbeitskollegen. Über das Angebot könne nicht verhandelt werden.

Warnung der Polizei

Im Gegensatz zu früheren vergleichbaren Fällen ist die persönliche Ansprache ein neues Phänomen, wie die Polizei Niedersachsen auf ihrer Website berichtet. Die Behörden raten aber dennoch dazu, die Forderung nicht zu bezahlen. Falls die Zahlung schon erfolgt sei, sollte eine Anzeige erstattet werden.

Die genannten Passwörter sind zwar echt, stammen laut Heise.de aber aus vergangenen Hacks auf Shops und Plattformen und haben keinen Bezug zur in der E-Mail genannten Situation.

Auch die Anschuldigung sei erfunden. Das Portal rät Empfängern dennoch dazu, ihre Passwörter zu ändern. Um herauszufinden, ob die eigenen Zugangsdaten zu einem früheren Zeitpunkt einem Hacker zum Opfer fielen, kann man auf der Website Have I Been Pwned? seine E-Mail-Adresse eingeben und dies überprüfen. Dahinter steckt Troy Hunt, ein bekannter Experte für Sicherheit im Netz, der von Microsoft als Most Valuable Professional geehrt wurde.

Das Digital-Telegramm 2018

(swe)

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