Metabolisches Syndrom

07. Februar 2019 08:47; Akt: 07.02.2019 09:39 Print

Jeden Dritten betrifft diese Wohlstandskrankheit

Vom Metabolischen Syndrom ist rund jeder Dritte ist betroffen – trotzdem wissen die meisten nicht, was damit eigentlich gemeint ist. Wir klären auf!

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Verzehren Sie mehrmals täglich Obst und Gemüse (mindestens fünf Portionen am Tag). Achten Sie dabei darauf auch mal einige Stunden Pausen zwischen den Mahlzeiten einzuhalten. Dadurch kann der Insulingehalt im Blut zurückgehen. Bevorzugen Sie Vollkornprodukte und vermeiden Sie so gut es geht Produkte aus Weißmehl Achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme (v.a. Wasser, ungesüßte Tees) Verzehren Sie fette Speisen nicht oder nur in sehr geringen Mengen - z.B. kein oder weniger Schlagobers, Schokolade, Fast Food, fettes Gebäck und fettige Fertigprodukte Bevorzugen Sie Öl auf pflanzlicher Basis, z.B. Raps- oder Olivenöl Achten Sie auf die ausreichende Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren - z.B. durch den regelmäßigen Konsum von Walnüssen oder fettreichem Seefisch, wie Makrele, Hering, Lachs. Greifen Sie bevorzugt zu magerem Fleisch und verzichten Sie auf fettreiche Wurstwaren sowie sehr fetten Käse. Vermeiden Sie Lebensmittel mit sehr hohem Salzgehalt (z.B.: viele Fertigprodukte, Wurstwaren oder Käse). Die täglich verzehrte Menge an Salz sollte sechs Gramm pro Tag nicht überschreiten. Verwenden Sie anstelle von Salz frische Kräuter. Beschränken Sie Ihren Alkoholkonsum. Verzichten Sie auf energiehaltige Softdrinks mit hohem Zuckergehalt. Achten Sie auf einen regelmäßigen Mahlzeitenrhythmus. Achten Sie darauf ausreichend Bewegung - z.B. 5 Mal pro Woche für 30 Minuten leichtes Ausdauertraining, wie Radfahren - zu machen! Das beschleunigt den Abbau überflüssiger Fettmasse und verbessert die Insulinsensitivität. Zudem wirkt sich regelmäßige Bewegung positiv auf zahlreiche Stoffwechselparameter, wie das Gesamtcholesterin und den Blutzucker aus.

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Insulinresistenz, Fettstoffwechselstörungen, Bluthochdruck und bauchbetonte Fettsucht – tritt bei einer Person eine Kombination dieser Merkmale auf, spricht man vom Metabolischen Syndrom (MetS). Da all diese Merkmale mit Überernährung verbunden sind, gilt das Metabolische Syndrom – auch Syndrom X genannt – als "Wohlstandserkrankung".

MetS darf keinesfalls unterschätzt werden, so ist es heutzutage die häufigste Ursache von Herz-Kreislauferkrankungen, vor allem koronarer Herzkrankheit, Herzinfarkt, Schlaganfall sowie Stoffwechselstörungen wie Typ 2 Diabetes.

Sichtbares Zeichen des Metabolischen Syndroms ist meist Adipositas, also Übergewicht. In Kombination mit Bluthochdruck deutet das auf das Vorliegen von MetS hin. Der Arzt wird neben den ersten beiden Anzeichen auch die Krankengeschichte unter die Lupe nehmen. Wie genau die Diagnose gestellte wird, können Sie hier ausführlich nachlesen >>>

Nur eine Lösung

"Unbehandelt ist das Metabolische Syndrom auch heute noch eine Zeitbombe", warnt jedenfalls Dr. Eric Martin im Rahmen eines Fortbildungskongresses. Als einzig wirksame Therapie gilt: gesunde Ernährung, Sport und eine Diät. Medikamente hingegen lindern höchstens die Symptome.


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(ek)

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