Selbstversuch

12. April 2019 11:38; Akt: 12.04.2019 17:07 Print

Einen Monat ohne Zucker – schaffe ich das?

Als Heute-Redakteurin wage ich das Experiment – denn ich esse bisher täglich zwei Tafeln Schokolade.

Diese Menge an Schokolade verdrücke ich an einem durchschnittlichen Tag allein während der Arbeitszeit. (Video: S. Rastegar, Heute.at)
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"So reagiert der Körper bei Verzicht auf Zucker." Ein Artikel, den ich kürzlich recherchiert habe, brachte mich ins Grübeln. "Zucker wirkt ähnlich wie eine Droge", tippte ich. Und weiter: "Man kann nicht genug bekommen – das Kennzeichen einer Sucht."

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Werde ich es schaffen, einen Monat auf Zucker zu verzichten?

Und musste mir beim Schreiben plötzlich eingestehen: Ja, auch ich bin süchtig. Ich konsumiere täglich rund 200 Gramm Schokolade – für eine Frau meiner Größe eine nicht gerade bescheidene Menge. In manchen Phasen meines Lebens war Schokolade das erste, was ich am Tag gegessen habe – und das letzte.

Auch wenn ich trotz erhöhtem Schokoladen-Konsum glücklicherweise nicht an Übergewicht leide – Stoffwechsel sei Dank! – kann diese Angewohnheit nicht gesund sein.

Die Challenge

Ich nehme mir also vor, einen Monat lang nicht nur auf Schokolade, sondern auf jeglichen Industriezucker zu verzichten. So lange soll es Studien zufolge dauern, bis der Körper eine Gewohnheit überwunden hat und das Gehirn keine Sucht mehr wahrnimmt.

Industrie-Zucker, auch als Kristallzucker oder Saccharose bekannt, ist in den nächsten 30 Tagen also tabu.

Das sagt der Mediziner

Vor Beginn meines Versuchs habe ich mit dem medizinischen Leiter von netdoktor.at, Herrn Dr. Ludwig Kaspar, gesprochen. Er rät mir von einer Radikalkur ab und betont: "Ein maßvoller Konsum von Zucker schadet einem gesunden Menschen nicht." Dennoch bringe der Verzicht auf Zucker Vorteile mit sich: "Mehlspeisen, Schokolade etc. verursachen im Übermaß und je nach Veranlagung des Individuums ungünstige Blutfettwerte. Es kann also nur gesund sein, hochverarbeitete Produkte, die viel Zucker und Fett enthalten sowie Softdrinks wegzulassen."

Kritisch sieht er auch künstlich hergestellte Fruktose, die zur Süßung von Fertigprodukten und Getränken oft zum Einsatz kommt. "Übermäßiger Konsum kann mitunter zu einer nicht-alkoholischen Fettleber führen." Diese künstliche Fruktose habe mit jener in Obst aber nicht viel gemein. "Beeren, Bananen, Weintraube etc. sind gesund und dürfen auf den Teller."

Diese Effekte soll ein Zuckerverzicht auf den Körper haben:

Das passiert bei Zuckerverzicht

Werde ich es schaffen?

Ich nehme mir den Rat des Arztes zu Herzen und werde mir während meines Experiments hin und wieder eine Banane oder Orange gönnen. Einfach wird das Experiment jedoch auf keinen Fall. Allein schon wenn ich daran denke, wie viel Schokolade ich normalerweise während der Arbeit verdrücke (siehe Video oben), scheint die Aufgabe schier unlösbar.

Ich brauche also eure Hilfe: Habt ihr Tricks, wie man sich die Lust auf Süßes abgewöhnt? Dann schreibt eure Inputs bitte in die Kommentare! Was denkt ihr: Werde ich es schaffen? Jetzt abstimmen...

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(GA)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sochal am 12.04.2019 17:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zucker ist fast überall.

    Ich denke in erster Linie sollte man auf alles was Fertignahrung ist verzichten. Zudem auf Joghurts und alles andere was in Tüten, Becher oder ähnlichem verpackt ist verzichten. Wahrscheinlich wird die Challenge in die Hose gehen, da sich die wenigsten Menschen bewusst sind wo überall Zucker enthalten ist.

    einklappen einklappen
  • DerKörperDankt am 12.04.2019 17:50 Report Diesen Beitrag melden

    Oder es sind im Mai 3 Tafeln

    Reduzieren Sie erst langsam. Lassen Sie Limonaden weg, lernen Sie Tee lieben und experimentieren Sie mit verschiedenen Sorten als Limoalternative. Ganze Kräuter, nicht in Teebeuteln (versteckter Zucker). Wenn Sie zum Caffee 2 Löffel Zucker nehmen, dann ab jetzt mal nur noch einen usw. Achten Sie auch auf "versteckten Zucker" und vermeiden Sie Fertigprodukte. Durch langsame, kontinuierliche, bewusste Reduktion, entsteht eine langanhaltende, echte Umstellung und keine mühsame Zwangsenthaltung von Dingen, die man doch gerne hat, die einen Rückfall (Jojo-Effekt) vorprogrammieren.

  • Southpaw am 12.04.2019 17:48 Report Diesen Beitrag melden

    Ich wünsche Ihnen...

    ...alles Gute und sie schaffen das. Ich habe vor kurzem mit Red Bull aufgehört. Auch möchte ich mehr selbst gemixten Saft trinken. Aber bei mir ist auch viel das Bier saufen :(

Die neuesten Leser-Kommentare

  • franka am 06.05.2019 13:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ich

    verzichte seit einen Jahr auf Zucker. trinke nur Wasser oder stark verdünnten Saft. esse auch keine Schokolade oder Kuchen, mir graut davor. viel zu süß

  • Drakensang am 06.05.2019 11:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Paracelsus

    meinte schon "Die Menge macht das Gift!" Ob das nur Alkohol oder Zigaretten sind. Natürlich ist Zucker überhaupt so eine spezielle Angelegenheit, da er ja auch - wie hier bereits erwähnt wurde - sehr oft versteckt auftritt. Vielleicht könnte man die Sucht nach was Süßem durch Substitution mit etwas anderen in den Griff bekommen. Gechmäcker ändern sich auch ... ich kann mich noch erinnern wie ich ein Glas Nutella innerhalb von 2-3 Tagen leer gemacht habe. Jetzt brauche ich einen ganzen Monat für eine 75g-Packung von Manner schnitten. Detto machte ich es mit Zigaretten - ich ersetzte sie durch Dampfen - und seit ich intensiv koche kommt mir weder Maggi in die Suppe oder Glutamat mehr ins Essen.

  • Steuerzahler am 06.05.2019 10:09 Report Diesen Beitrag melden

    Zucker ist teuer

    Preishammer Zucker: 300g vegetrarische Gummizucker im Penny Deutschland: 90 Cent. Das gleiche Produkt im österreichischen Penny: 1,78 Mehrkosten von 110% - nein Danke, da spare ich lieber das Geld und spiele Lotto damit. Ja Abends nach der Arbeit ist es schwer ohne Zucker, aber man muss durchhalten!

  • So mach ichs am 06.05.2019 10:01 Report Diesen Beitrag melden

    Seit 20 Jahren verzichtete ich auf Süßes

    Anfangs süßte ich den Tee noch mit Honig, heute drinke ich nur noch Wasser (mit Zitrone) und Tee. Kein Kaffee, kein Kakao, keine Fruchsäfte und schon gar nicht Limos. Man gewöhnt sich schnell daran. Selten probiere ich was Süßes. Nach nur 1-2 Bissen muss ich stoppen. Viel zu süß für meine entwöhnten Geschmacksnerven. Der Magen rebelliert auch, wenn er Süßes bekommt. Checke immer die Kohlenhydrate-Angabe, rechne die 100 g auf das tatsächliche Gewicht der Verpackung und teile das Ergebnis durch 3 = Inhalt an Würfelzucker. Unglaublich, wieviel Zucker wir konsumieren!

    • Karl am 06.05.2019 10:21 Report Diesen Beitrag melden

      ...

      Sehr leiwand, ich verzichte seit 4 Jahren auf Zucker. Ich kann es nur empfehlen.

    einklappen einklappen
  • Herta Hirschel am 25.04.2019 23:41 Report Diesen Beitrag melden

    Fruktose, man findet es überall

    Sicher geht das alles wenn man es denn will aber es heisst auch sich mit dem Essen und den eigenen Gewohnheiten einfahc mehr auseinandersetzen. Das haben andere Menschen ganz automatisch, also ich denn mit fruktosemalabsorption konfrontiert wurde, wusste ich zu allererst auch nicht, wo denn der Zucker überall enthalten ist, da staunt mannicht schlecht. Aber ich habe gelernt damit umzugehen und mich da umzuorientieren, ich habe aber auch Fructosin welches ich nutze, wenn ich gerne mal Obst essen möchte oder mal ein Stück kuchen, dann lässt sich das sehr einfach anwenden. Aber große Umstellung.