St. Gabriel

30. Januar 2019 06:30; Akt: 30.01.2019 06:38 Print

Nach Eisenstangen-Vorfall: Flüchtling darf bleiben

Wie heikel und teilweise launisch Asylentscheidungen sind, zeigt der Fall eines jungen Afghanen: Er hatte mit einem Eisenstangen-Angriff Schlagzeilen gemacht, bekam jetzt subsidiären Schutz.

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Der junge Afghane hatte im Juni 2018 im Flüchtlingsheim St. Gabriel in Maria Enzersdorf (Mödling) einen Betreuer mit einer Eisenstange bedroht ("Heute" berichtete), die Polizei musste anrücken. In der Folge wurde der Flüchtling von einer Psychologin via WhatsApp betreut ("Heute" berichtete) und dann vor Gericht zu zwei Monaten bedingter Haft wegen Nötigung verurteilt. Dass er bleiben darf, damit rechneten selbst seine Betreuer nicht.

Umfrage
Härteres Vorgehen bei straffälligen Asylwerbern?
2 %
1 %
97 %
Insgesamt 7918 Teilnehmer

Kritik von FPÖ

Udo Landbauer (FP) dazu: "Auf Grund der Europäischen Menschenrechtskonvention wurde diesem Asylwerber – mit auffällig langem Vorstrafenregister – vom Gericht subsidiärer Schutz zugesprochen. So bleibt er unserem Land nun bis zum St. Nimmerleins-Tag erhalten. Die europäische Rechtsauslegung muss dringend überdacht werden. Bis dahin wäre das von unserem Landesrat Gottfried Waldhäusl geschaffene Asylheim Drasenhofen die richtige Adresse für derartige Fälle gewesen, doch dieses war ja nach nur einigen Tagen wieder geschlossen worden. Unsere Bevölkerung hat ein Recht auf Leben! Das ist für mich wichtiger als der Schutz straffälliger Asylanten."

Das sagt Caritas

Von Seiten der Caritas sagt ein Mitarbeiter: "Die Entscheidung, wer in Österreich bleiben darf oder nicht, treffen unabhängige Gerichte. Und das ist gut so." Laut Caritas dürfe man den "Eisenstangen-Mann" von St. Gabriel keinesfalls mit dem "Eisenstangen-Killer" vom Brunnenmarkt verwechseln. "Bei der Nötigung mit der Eisenstange (Anm.: 70 Zentimeter langes und rund 6 Zentimeter dickes Eisenrohr) im Juni 2018 kam zum Glück niemand zu Schaden", so ein Caritas-Sprecher.

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(Lie)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • myopinion am 30.01.2019 08:01 Report Diesen Beitrag melden

    Darf bleiben

    Ich finde das gar nicht "Gut so". Die Entscheidung des Gerichtes, kann andere noch gefährden, wenn dem Afghanen wieder etwas nicht gefällt. Die FPÖ Kritik ist hier berechtigt.

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  • Mona T. am 30.01.2019 07:55 Report Diesen Beitrag melden

    Österreich

    Er darf bleiben.... bis es wirklich zu einem Mord kommt? Das darf doch alles nicht mehr wahr sein. Soetwas gibt es nur in Österreich.

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  • Typisch Österreich am 30.01.2019 07:59 Report Diesen Beitrag melden

    Glück ist also Vater der Porzelankiste

    Kam zum Glück keiner zu schaden, suggeriert dass die Caritas genau eben auf dieses Glück hofft, da sie mittlerweile merkt dass das alles völlig aus dem Ruder läuft.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • zachaeus am 30.01.2019 16:35 Report Diesen Beitrag melden

    Gegneißt?

    Und er hatte doch recht mit der Gewaltentrennung im Staat!

  • Dodo2340 am 30.01.2019 15:58 Report Diesen Beitrag melden

    Therapie per Whatsapp

    Wie "harmlos" und "ungefährlich" dieser Bursche ist, erkennt man daran, dass die Therapie auf Distanz, d.h mittels Whatsapp erfolgen musste.

  • pipolo am 30.01.2019 15:40 Report Diesen Beitrag melden

    UNSIN

    Ja zum Glück kam niemand zu Schaden. Hätte aber schnell anders sein können. Die Gesetze gehören unbedingt verschärft. Auch wenn die Caritas u. andere dagegen sind. Unser Innenminister Hr. Kickl ist der beste den Österreich je hatte. Nur hat er zu viele Ausländerfreunde gegen sich. Vor allem die selbsternannten sogenannten Künstler. Was ist eigentlich ein Künstler? Undefinierbarer Stand.

  • Wolf am 30.01.2019 15:07 Report Diesen Beitrag melden

    Wieso nicht bleiben?

    Die Politiker sind ja zu sehr Beschäftigt sich untereinander schlecht zu reden und Sich gegenseitig zu verklagen,dann darf der Ausländer mit großer Gewaltbereitschaft auch bleiben.Vielleicht ändert sich mal etwas wenn es einem Politiker passiert.Es wird auch erwähnt es bei den Wahlen zum Ausdruck zu bringen,welche Partei soll man noch wählen?Es keine da die man noch wählen kann,die führen ja selbst nur Streitereien jeden Tag!Die Bevölkerung ist doch jeder Partei egal,sie reden Alle viel,aber außer BlaBlaBla kommt nichts zustande.

  • rosenburger am 30.01.2019 14:00 Report Diesen Beitrag melden

    Spannende Geschichte !

    Mich würde interessieren ob der Afghane anwaltlich vertreten war und ob diese Idee subsidiärer Schutz eine gerichtliche Idee war.Das passt ja gar nicht und ich stelle mal in den Raum ,der Richter hat einen linksdrall und macht das absichtlich um dem Rudi Anschober und Konsorten zu gefallen.