Hausbesetzung in Ottakring

05. Dezember 2018 14:43; Akt: 05.12.2018 14:44 Print

"Wohnen nur noch für die Reicheren leistbar"

Im Fall des in Ottakring von Aktivisten besetzten Hauses steht die Polizei im Einsatz. Die Besetzer ernten aber Verständnis für ihre Aktion.

Eine Anrainern äußert Verständnis zum Anliegen der Hausbesetzer. (Quelle: Video 3)
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"You gentrify, we occupy", prangt auf einem Plakat, das die Hausbesetzer an der Fassade des Gebäudes angebracht haben. Seit längerer Zeit haben mehrere vermummte Aktivisten das Haus im 16. Wiener Gemeindebezirk besetzt und möchten sich gegen den drohenden Abriss des Objekts wehren, aber auch auf die Folgen der Gentrifizierung aufmerksam machen.

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Macht die Stadt Wien aus ihrer Sicht genug, um leistbares Wohnen sicher zu stellen?

Gentrifizierung bezeichnet die Aufwertung eines Stadtteils durch Sanierungs- und Umbau-Maßnahmen. Diese haben allerdings die Folge, dass die dort ansässige Bevölkerung vor allem aufgrund der steigenden Miet- und Wohnpreise verdrängt wird und nur Personen mit genügend Geldvorräten sich dort ansiedeln können.

600 Euro für "ein Kellerloch"

Während sich die Polizei mit einem großen Aufgebot ein Bild vor Ort machte und sogar einen Polizeihubschrauber hinzuzog, äußern Anrainer und Passanten auch Verständnis für die Hausbesetzer.

"Es wird das Wohnen nur noch für die Reicheren leistbar", so eine Anwohnerin zu "Heute" (siehe Video). Für ein "Kellerloch" zahle man in Wien mittelerweile gut 600 Euro. "Ich finde gut, dass auf das Thema aufmerksam gemacht wird", so die Anwohnerin.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • fuhrinat am 05.12.2018 16:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kein Platz

    Man bekommt als Österreicher eh keine Sozialwohnung mehr und ich wurde schon vor 30 Jahren für eine Gemeindewohnung abgelehnt. Die meinten die Wohnung meiner Mutter sei groß genug

    einklappen einklappen
  • Steuerzahler am 05.12.2018 17:09 Report Diesen Beitrag melden

    33% vom Netto fürs wohnen, Tendenz steigt!

    die Menschen haben Recht !!!!

    einklappen einklappen
  • mh am 05.12.2018 15:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    kein Verständnis

    wie wäre es mit arbeiten gehen ?

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Ernesto am 06.12.2018 08:37 Report Diesen Beitrag melden

    Angebot und Nachfrage

    Indem man immer mehr Menschen nach Wien holt,wird der Wohnraum knapp und die Mieten teurer.

  • Hydra am 06.12.2018 01:58 Report Diesen Beitrag melden

    Subjektive Einschätzung

    "Eine Anrainern" sieht etwas linksversifft aus.

  • Wiener am 05.12.2018 19:50 Report Diesen Beitrag melden

    Besetzung ...oja bin dabeei

    Wie stelle ich mir das vor? Also ich besetze ein Haus - und gehe am nächsten Tag ins Büro. Aber wie geht das ohne Türschloss, mein Arbeitgeber (und die Finanz) wollen auch gerne wissen wo ich wohne. Wo bin ich dann gemeldet? Oder sind Hausbesitzer nicht mit so öden Dingen wie "Arbeit und Beruf" belastet? Ich werde also morgen die Hofburg besetzen und schreib meinem Chef eine Mail, dass ich eine Woche Besetzungsurlaub brauche. Kommt jemand mit? Die Hofburg ist so grioß ...

  • OpaPetz am 05.12.2018 17:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sozialer Wohnbau

    Tatsache ist, dass nicht nur der Wohnbau, die Wohnbaupreisr, die Grund Preise und auch die Mieten vom größten Bauherrn und größtem Vermieter diktiert und gesteuert wird.

  • Kritischer Giest am 05.12.2018 17:16 Report Diesen Beitrag melden

    naja ...

    Naja, man kann halt nicht auf soziale Probleme aufmerksam machen indem man sich asozial verhält. In Wahrheit geht's nicht um die Mietpreise. Es geht um den Spaß, den manche Linksradikale haben, wenn sie gegen bestehende Regeln und Gesetze verstoßen. Es geht also um das bis ins Erwachsenenalter hineingetragene Pubertieren und nicht um die Probleme, die Erwachsene wirklich haben.