Volksbegehren

01. Oktober 2018 18:28; Akt: 03.10.2018 11:46 Print

Teure ORF-Gebühr? So viel zahlen wir im Vergleich

Ein Volksbegehren will der ORF-Gebühr den Garaus machen. Unsere interaktive Grafik zeigt, wie viel unsere Nachbarn für den Rundfunk bezahlen.

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Die zwingenden ORF-Gebühren und Abgaben sollen "ersatzlos
abgeschafft werden". So verlangt es ein Volksbegehren der CPÖ, das seit heute Montag zur Eintragung bereitliegt. Auch in anderen Ländern Europas steht die Rundfunkgebühr unter Beschuss: In Deutschland macht sich die rechtspopulistische AfD für ein Gebühren-Aus stark. Und die Schweizer haben im März nach einem emotionalen Abstimmungskampf eine Volksinitiative abgelehnt, die eine komplette Abschaffung der Empfangsgebühren für Radio und Fernsehen verlangte.

Umfrage
Sollen die ORF-Gebühren abgeschafft werden?
80 %
6 %
14 %
Insgesamt 18154 Teilnehmer

Doch: Wie tief müssen die TV-Zuschauer und Radio-Hörer in den jeweiligen Ländern in die Tasche greifen? Und wie sieht es in den anderen europäischen Staaten aus?

Österreich deutlich über dem EU-Schnitt

135 Euro gibt ein durchschnittlicher EU-Haushalt laut einem Report der European Broadcast Union pro Jahr für den Rundfunk aus. Mehr als doppelt so viel zahlen die Österreicher: Die GIS schlägt mit rund 284 Euro pro Haushalt und Jahr zu Buche – wobei sich der genaue Betrag von Bundesland zu Bundesland unterscheidet.

Am höchsten sind die Gebühren aktuell in der Steiermark mit 320 Euro pro Jahr, am niedrigsten in Oberösterreich und Vorarlberg mit 251 Euro.

Zwei Drittel gehen an den ORF

Noch mehr lassen sich die Schweizer, Dänen und Norweger ihr öffentlich-rechtliches Fernsehen kosten. Spitzenreiter war zum Erhebungszeitpunkt im Januar 2016 die Schweiz mit 413 Euro pro Jahr und Haushalt – wobei ein Systemwechsel 2019 eine deutliche Gebührensenkung mit sich bringen wird. Dann zahlt jeder Haushalt umgerechnet noch 320 Euro. Wobei auch bezahlen muss, wer nicht im Besitz eines Radio- oder Fernsehgeräts ist.

Auch in Dänemark und Norwegen knacken die Rundfunk-Kosten die 300-Euro-Grenze. Die European Broadcast Union weist in ihrem Bericht allerdings daraufhin, dass die Gebührensysteme in den verschiedenen Staaten sehr unterschiedlich ausgestaltet sind. So kommt etwa in Schweden das gesamte Geld im Gebührentopf den öffentlich-rechtlichen Sendern zugute, während in Österreich nur zwei Drittel des Geldes an den ORF fließen. Die restlichen Einnahmen gehen an Bund und Länder.

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(jbu)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Lukas am 01.10.2018 19:05 Report Diesen Beitrag melden

    GIS Zwangsgebühren

    Ich sehe nicht ein, GIS zu bezahlen. Hab meinen Fernseher längst verkauft und schaue Serien und Filme über Netflix, Amazon und Maxdome am iPad. Ich sehe nicht ein, so viel Geld zu bezahlen, damit die feinen Chefs sich jeden Tag einen neuen Armani Anzug kaufen können!!!

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  • Volxpolitiker am 01.10.2018 19:09 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht nur

    Nicht nur die ORF-Gebühren sollten abgeschafft werden, sondern auch der ORF. Wir haben schließlich 2018 und als Informationsquelle das Internet, da braucht es keine staatlichen Propagandasender mir Bildungsauftrag mehr.

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  • MagSüßes am 01.10.2018 19:19 Report Diesen Beitrag melden

    Mal sehen

    Bin auf der Ergebnis gespannt, habe außer einem PC nichts im Haus und schaue darauf eh nur Youtube oder ausgewählte Stream-Portal mit Abo-Modell. Da kann ich schauen was und wann ich möchte und bin auch nicht auf zig Minuten Werbung dazwischen angewiesen. Das ist halt das System der Zukunft.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Gertrude Rothensteiner am 10.10.2018 14:11 Report Diesen Beitrag melden

    Frau

    Finde, die Gebühren sollten herabgesetzt werden. So hoch ist die Pensionauchnicht!!! Die vielen Wiederholungen in kurzer Zeit, sind auch unnötig. In einem gewissen Alter ist man mehr und mehr, an die Wohnung gefesselt.

    • Elisabetb Joas am 10.10.2018 22:43 Report Diesen Beitrag melden

      Mag.

      Die Frage ist, ob die Mehrwertsteuer abgeführt und dem Staat weitergegeben wurde. Wenn das nicht der Fall war, muss der Betrag rückerstattet werden. Wenn nicht, dann hat die Republik Österreich die Steuer zu erstatten.

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  • Frank Sepp am 08.10.2018 07:37 Report Diesen Beitrag melden

    Transparenz

    Die GIS wäre ja nicht so schlimm. Die Länder sollen ihre Beiträge selbst und getrennt einheben. Zwecks Transparenz!

  • Brigitta am 07.10.2018 12:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frau

    wäre bereit höchstens 10 im Monat zu bezahlen.

  • Max Maxin am 03.10.2018 18:06 Report Diesen Beitrag melden

    Maxin

    die Privilegien des ORF kosten natürlich viel Geld. Dies soll durch die ZWANGSGEBÜHR ausgeglichen werden.

  • Rupert am 03.10.2018 11:59 Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Die Summe mit den Ewigen Wiederholungen von Filmen und Serien ist ein Scherz und dann gibt's Fussball auch nur mehr Eingeschränkt a Witz so Was