Pläne für Kindergärten

24. August 2018 12:34; Akt: 24.08.2018 15:48 Print

Kein Kopftuch, dafür "Werte" für unsere Kinder

Die Regierung kündigte am Freitag neben mehr Geld auch ein dezidiertes Kopftuchverbot und einen Wertekatalog für Kindergärten an.

NÖ-Landeshauptfrau Mikl-Leitner, Vizekanzler  Strache (FPÖ), Bundeskanzler Kurz (ÖVP) und Familienministerin Bogner-Strauß (ÖVP) präsentierten

NÖ-Landeshauptfrau Mikl-Leitner, Vizekanzler Strache (FPÖ), Bundeskanzler Kurz (ÖVP) und Familienministerin Bogner-Strauß (ÖVP) präsentierten "Aktuelles zur Kinderbetreuung". (Bild: picturedesk.com/APA)

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Am Freitag stellte die Regierung in Fischamend (Familienministerin Juliane Bogner-Strauß, Vizekanzler Heinz-Christian Strache, Bundeskanzler Sebastian Kurz, NÖ Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner) die Pläne zur Finanzierung der Kinderbetreuung vor - jährlich 142,5 Millionen Euro und in Summe 720 Millionen Euro in den nächsten vier Jahren - wurden nun doch locker gemacht. Die Länder sollen künftig 38 Millionen pro Jahr beisteuern. Zuvor wollte der Bund 30 Millionen Euro streichen, sehr zum Ärger der Länder.

Umfrage
Kopftuchverbot in Schulen und Kindergärten - ja oder nein?
40 %
58 %
2 %
Insgesamt 36605 Teilnehmer

Wertepapier als Bedingung
Die Auflage: die Einführung und Anwendung eines Wertekatalogs den die Regierung erst ausarbeitet, etwa Sprachförderung schon im Kindergarten, verpflichtende Ausbildungswerte für die Kleinen. Dieser Katalog gelte auch für islamische Kindergärten und soll künftig für mehr Kontrolle in islamischen Kindergärten sorgen. Man wolle bereits in den Kindergärten jeder Entwicklung von Parallel-Gesellschaften entgegenwirken, hieß es vonseiten der Regierung.

Radikale Ankündigung: In dem Moment, in dem "Qualitätsstandards für ordentliche" Integration nicht gegeben seien, würden die Fördergelder sofort gestrichen, die betreffende Einrichtung ist dann auf Basis der 15a-Vereinbarung vom zuständigen Land zu schließen.

NEOS fordern mehr Planungssicherheit
NEOS-Familiensprecher Michael Bernhard forderte Planungssicherheit für die betroffenen Familien und kritisierte, dass die Finanzierung jährlich neu verhandelt werden müsse. „Wir müssen weg von der Anschubfinanzierung, hin zu einer langfristigen Planung."

Niessl im letzten Moment informiert
Der Vorsitzende der Landeshauptleutekonferenz, Hans Niessl (SPÖ) begrüßte auf Nachfrage der APA zwar, „dass die Bundesregierung auf den Druck der Bundesländer reagiert hat und es nun anscheinend keine Kürzungen im Kinderbildungs- und Betreuungsbereich geben soll“. Allerdings kritisierte er gegenüber der APA die Informationspolitik der Bundesregierung: Es handle sich um eine „sehr ungewöhnliche Vorgangsweise“, ließ Niessl ausrichten. Der letzte Entwurf sei dem Büro erst am Donnerstag gegen 18.30 Uhr übermittelt worden.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Fritz T. am 24.08.2018 13:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    interessante Umfrageergebnisse 

    Nach der Umfrage sind zwei Drittel der Teilnehmer für Kopftuch auch im Kindergarten. Hätte man nach dem Kreuz gefragt wäre es sicher umgekehrt gewesen. Soviel zu Umfragen. Stand von 13:00

  • Ehklar am 24.08.2018 13:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur ich

    Was soll daran "radikal" sein, wenn man öffentliche Förderungen an Bedingungen knüpft? Für JEDE FÖRDERUNG muss jeder Förderwerber Bedingungen erfüllen. Erst schafft man die alte Kindergärtnerausbilung ab, wird jetzt ein Studium daraus gemacht, und dann sollen die Kinder IRGENDWIE beaufsichtigt werden?

  • Anna am 24.08.2018 13:56 Report Diesen Beitrag melden

    Richtig so!

    Die Paralellgesellschaften gehören früh genug unterbunden! Und all jene Menschen, denen es bei uns nicht passt, können gerne dorthin zurück wo sie hergekommen sind! Tun sie aber nicht, weil es ihnen nirgends so gut geht, wie bei uns! Ergo haben sie sich an unsere Gesetze zu halten.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • mustaf am 26.08.2018 12:41 Report Diesen Beitrag melden

    unbeantwortet

    Warum wird den Mädchen die Kindheit gestohlen? Keiner hat das von dieser Glaubensrichtung noch beantworten können.

  • E.E. am 25.08.2018 19:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lernen fürs Leben in Österreich

    Es sollte keine islamische sondern österreichische Kindergärten geben. Kinder sollten auf ein Leben in unserer Gesellschaft vorbereitet werden. Das bedeutet unsere Sprache, Kultur und Werte kennen zu lernen. Islamische Kindergärten fördern nur eine Parallelgesellschaft.

  • Korbi am 25.08.2018 19:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    inhaltsleer

    wieder eine Ankündigung der FPÖ ohne Inhalt. Sie haben nichts verändert und keine konkreten Vorschläge für ihre populistische Maßnahme gemacht.

  • Bringt Nix am 25.08.2018 18:12 Report Diesen Beitrag melden

    Das Geld können sie sich sparen

    Was nützt es, wenn die Kinder in der Schule lernen wie man sich hier benimmt, wie unsere Kultur ist, wenn sie zu Hause nicht so leben dürfen. Ausserdem kommen mir die Umfragwerte sehr gspässig vor.

    • E. E. am 25.08.2018 20:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Bringt Nix

      Kultur und Sprache wird in den ersten Lebensjahre geprägt. Klar, dass die Zuwanderer durch eigene islamischer Kindergärten dem entgegen wirken wollen. Dem müssen wir Einhalt gebieten. Wer unsere Lebensweise nicht akzeptiert ist in seiner alten Heimat besser aufgehoben und kann dort nach seiner Art zu leben glücklich werden.

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  • Franz Absberg am 25.08.2018 18:11 Report Diesen Beitrag melden

    Merkwürdige Umfrageergebnisse

    In einer vorhergegangenen Umfrage sprachen sich über 80% für ein Kopftuchverbot in Kindergärten und Schulen aus! Ein so massiver Meinungsschwenck ist unglaubwürdig, denn soviel Muslime werden doch jetzt nicht "Heute" lesen.

    • E. E. am 25.08.2018 20:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Franz Absberg

      Links ist für den Austausch der Kultur. Wie das mit ihren Frauenrechten vereinbar ist mehr als fraglich.

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