Liste Pilz

31. Mai 2018 13:46; Akt: 31.05.2018 15:00 Print

Peter Kolba legt Mandat zurück, Weg für Pilz frei?

Nur wenige Stunden nach Verkündung der neuen Doppelspitze ließ der noch-Klubobmann die Bombe platzen und warf per Posting auf Social Media das Handtuch.

Kolba legt sein Mandat zurück (Bild: picturedesk.com/APA)

Kolba legt sein Mandat zurück (Bild: picturedesk.com/APA)

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"Es reicht jetzt": Drei Wörter, mit denen Peter Kolba an seinem letzten Tag als Klubchef der Liste Pilz auch seinen Rückzug aus dem Nationalrat verkündet hat. Und die Beobachtern wie Parteigenossen wohl auch schon durch den Kopf gegangen ist, angesichts der öffentlich ausgetragenen Schlammschlacht der jungen Fraktion.

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Das Protokoll:

Donnerstag, 10.30 Uhr: Bruno Rossmann und Wolfgang Zinggl treten vor die Presse. Das Duo löst Klubobmann Peter Kolba in dieser Funktion ab. Kolba wollte den Posten aus gesundheitlichen Gründen bereits länger abtreten.

Zum Streit um die Rückkehr von Peter Pilz sagt Zinggl: "Die Frage ist nicht mehr, wer macht Platz für Peter Pilz, sondern wer geht anstelle von Martha Bißmann und die Antwort ist niemand. Von uns Sieben geht niemand, weil wir der Ansicht sind, dass sie dieses Mandat nicht gewählt bekommen hat."

13.22 Uhr: Drei Stunden später schreibt Kolba auf Facebook und Twitter, "ich werde morgen mein Mandat zurücklegen und will mit dieser Liste nichts mehr zu tun haben".


Das Vorspiel: Der Klubchef und seine Parteigenossen tragen in den letzten Wochen einen internen Machtkampf als öffentliche Schlammschlacht aus. Der Streitpunkt: Wer soll seinen Platz räumen und den Weg für Peter Pilz zurück in den Nationalrat freimachen? Im Gespräch ist Martha Bißmann, die nach dem Rückzug des Namensgebers nachgerückt war. Sie zeigt sich zuerst kompromissbereit, fühlt sich dann aber stark unter Druck gesetzt und sperrt sich. Statt direkt zu kommunizieren, richtet man sich Forderungen und Kritiken fortan über Medien und soziale Netzwerke aus.

Diesen Weg hätte Pilz jetzt zurück

Die Zukunft des Parteigründers im Nationalrat bleibt nach wie vor unklar. Denn Kolba ist über die niederösterreichische Liste ins Parlament eingezogen, Pilz hat nur auf der Bundesliste und in der Steiermark kandidiert und kann somit nicht nachrücken. Allerdings könnte Alfred Noll zugunsten von Pilz auf sein Bundeslistenmandat verzichten und im Gegenzug Kolbas Mandat übernehmen.

Der Dreh- und Angelpunkt: Kolbas Platz stünde eigentlich der Lehrerin Maria Stern zu, die in Niederösterreich Listenzweite ist und zugunsten von Noll zurückstecken müsste.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Eveline Hantinger am 31.05.2018 13:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wie lange noch?

    Die Liste Pilz wird es wohl nicht mehr lange geben. Die Mandatsträger bleiben ja auch nur wegen dem vielen Geld.

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  • Rainer Maria am 31.05.2018 14:10 Report Diesen Beitrag melden

    Tschüß mit ü

    Am besten wäre sie würden sich alle gemeinsam vertschüssen damit dieser Pimperlverein ein Ende hat und dem Steuerzahler der wirklich arbeitet nichts mehr kostet.

  • Patrizia am 31.05.2018 14:04 Report Diesen Beitrag melden

    Pilz hat kein Glück mit Frauen

    BISSMANN war ursprünglich als Platzhalter von Pilz eingesetzt worden BIS der MANN Pilz wieder zurückkehren kann. So war's abgemacht. Jetzt weigert sie sich. Kolba macht jetzt Platz für Pilz. Ich Frage mich nur wie eine Zusammenarbeit mit Pilz, Bissman und den Restlichen überhaupt noch funktionieren kann?

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Anonymous am 05.06.2018 01:05 Report Diesen Beitrag melden

    Teil 1-Sehr verwirrend und kaum

    richtig erklärt. Es erweckt den Eindruck, dass für eine Rückkehr von Pilz nur der Rücktritt von Kolba und dann ein "Verzicht" Nolls nötig ist. So wie ich es verstehe ist das aber nicht ganz richtig weil Herr Noll momentan im Parlament sitzt. Zum Verständnis: 1.) Kolba tritt zurück ein Mandat wird frei welches über eine Landesliste vergeben wurde. Somit kann nur jemand über eine Landesliste nachrücken das wäre was ich verstanden habe erst mals Frau Stern, nur falls diese verzichtet "könnte" Herr Noll dieses annehmen. Aber Herr Noll muss auch zurücktreten und das ist glaube ich

  • G. am 01.06.2018 13:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es einfach schon zu viel

    Ich bitte alle Steuerzahler. Beginnt euch zu wehren gegen die korrupte Politiker

  • Franz am 01.06.2018 06:46 Report Diesen Beitrag melden

    Unzumutbar und höchst unprofessionell

    Und ich dachte immer, Stronach und seine Partei wären bisher die Peinlichsten gewesen. Schlimmer geht immer. Das Vertrauen der Symphatisanten versiegt

  • Daniel am 31.05.2018 23:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Liste Grapschi

    ist zum Scheitern verurteilt und das ist auch gut so mein Mitleid hält sich in Grenzen

  • Rorschach am 31.05.2018 22:21 Report Diesen Beitrag melden

    Schwammerlgerichte nicht aufwärmen!

    Vielleicht ein billiger Wortwitz, aber doch treffend. Die Luft ist raus, die enden genauso wie Team Stronach.