1. Statement

27. September 2018 14:27; Akt: 27.09.2018 15:06 Print

Lercher mahnt SP zu mehr Geschlossenheit

Der scheidende SP-Bundesgeschäftsführer, Max Lercher, reagiert auf Kritik an seiner Umbesetzung. Seine Funktion sei "egal", nur "die Sache" zähle, so Lercher.

Der scheidende SPÖ-Bundesgeschäftsführer Max Lercher fordert von seiner Partei, sich wieder

Der scheidende SPÖ-Bundesgeschäftsführer Max Lercher fordert von seiner Partei, sich wieder "auf die Sache selbst" zu konzentrieren. (Bild: picturedesk.com/APA)

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Bereits wenige Stunden nachdem die steirische SPÖ-Landtagsabgeordnete Michaela Grubesa schärfste Kritik an der Absetzung ihres Landsmannes Max Lercher via Facebook geäußert hatte ("Heute" berichtete), bemüht sich jetzt Lercher selbst um Wogenglättung. In einem emotionalen Facebook-Posting mahnt Lercher seine Kollegen zu mehr Zusammenhalt, denn dieser sei jetzt "mehr denn je" notwendig.

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Max Lercher oder Thomas Drozda: Wer eignet sich ihrer Meinung nach besser als Bundesgeschäftsführer der SPÖ?
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Max Lercher will kein Sesselkleber sein

Die letzten Stunden seien nicht leicht für ihn gewesen, beginnt Lercher sein Posting. "Ich war voller Leidenschaft Bundesgeschäftsführer und ich wäre es auch gerne geblieben", so der Steirer. Er habe viele "unglaublich engagierte und begeisterte Menschen" als Bundesgeschäftsführer kennen lernen dürfen - vom Portier der SP-Zentrale in der Löwelstraße bis hin zu den Reinigungskräften die "dieses verwinkelte Haus jeden Tag auf Vordermann bringen" würden. "Jeder und jede in diesem Haus" sehe sich aber als Teil eines großen Ganzen und niemand, auch kein Bundesgeschäftsführer, sei dabei "wichtiger als der andere".

"Es geht nicht um meine Funktion, es geht um die Sache

Lercher betont in seinem Abschieds-Statement als SPÖ-Bundesgeschäftsführer, dass es nie um seine Person gegangen sei. Die SPÖ habe jetzt eine "großartige Vorsitzende" in Rendi-Wagner gefunden, die sich jetzt verständlicherweise auch selbst ihr Team zusammenstellen würde.

Er sieht darin "keinen Grund für Verbitterung" und mahnt auch indirekt seine steirischen Kollegen dazu, nicht zu verbittert zu agieren. "Verbitterung schadet unserer Sache. Sie sät Zwietracht und macht unsere Herzen klein. Was wir jetzt brauchen ist Geschlossenheit und Zusammenhalt, brennende Herzen und kühle Köpfe - mehr denn je", erklärt Lercher.

Jetzt sei es an der Zeit sich für das einzusetzen was wirklich zähle: "die Sache selbst". Die sozialdemokratische Idee könne nämlich nur dann erfolgreich sein, wenn "wir gemeinsam für sie eintreten", so Lercher. Die Kraft dieser Idee sei "immer gleich stark", vollkommen egal in welcher Position sich Lercher selbst dabei befinden würde. Er werde stets dort zu finden sein, "wo die Partei" ihn brauche und er wünsche dem neuen Team alles Gute, versichert er abschließend.

Hier das Original Statement von Max Lercher:

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Salomon am 27.09.2018 16:32 Report Diesen Beitrag melden

    Kein guter Plan A , B oder C

    den da Frau Rendi hat, indem sie die engagierten und erfolgsversprechenden Mitarbeiter austauscht. Ohne Rückhalt von fähigen Kräften wird es ihr so ergehen wie ihrem Vorgänger.

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  • Bruno Bär am 27.09.2018 18:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Abserviert

    Keine feine Art von den Bobo Genossen. So geht man mit keinen um.

  • 'Reinhard am 28.09.2018 08:27 Report Diesen Beitrag melden

    Was ist denn mit dem Lercher los?

    So eine Geisteshaltung würde ich eher von einem buddhistischem Mönch als von einem SPÖ`ler erwarten. Was ist mit dem Spruch: "Wir holen uns was uns zusteht geworden"?

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Seitenblick am 28.09.2018 13:21 Report Diesen Beitrag melden

    Knapp erzählt

    An die SPÖ. Nehmt euch die Wünsche der Einheimischen Bevölkerung zu Herzen, hört auf mit dubiosen Vergaben und Geschäften, hört auf mit dem Ausschütten von Geldern an Unwürdige, kehrt den unehrlichen Machenschaften den Rücken, zahlt für die Löblgasse einen adquaten Zins, macht nicht mit den Linken und vor allem setzt uns keine Politiker vor die Nase die überhaupt kein Gespür haben für jene Dinge die dem Volk gegen den Strich gehen und steht zu eurem Wort. Es gäbe noch jede Menge anderer Dinge zu bemängeln an der SPÖ aber das war es mal in Kürze.

  • 'Reinhard am 28.09.2018 08:27 Report Diesen Beitrag melden

    Was ist denn mit dem Lercher los?

    So eine Geisteshaltung würde ich eher von einem buddhistischem Mönch als von einem SPÖ`ler erwarten. Was ist mit dem Spruch: "Wir holen uns was uns zusteht geworden"?

  • Franz am 28.09.2018 00:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jämmerlich a la SPÖ

    Hat der denn gar keinen Stolz mehr. Unfassbar, dass man sich beim unverschuldeten Rauswurf sogar noch selbst demütigt, nur um sich der Linken Schickeria anzubiedern.

  • Bruno Bär am 27.09.2018 18:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Abserviert

    Keine feine Art von den Bobo Genossen. So geht man mit keinen um.

  • Salomon am 27.09.2018 16:32 Report Diesen Beitrag melden

    Kein guter Plan A , B oder C

    den da Frau Rendi hat, indem sie die engagierten und erfolgsversprechenden Mitarbeiter austauscht. Ohne Rückhalt von fähigen Kräften wird es ihr so ergehen wie ihrem Vorgänger.

    • Wiener Blut am 27.09.2018 17:36 Report Diesen Beitrag melden

      Die kann doch gar nichts

      Wenn es wenigstens eine Sache geben würde aber bei den Roten gibt es ja gar nichts mehr außer gute Gehälter.

    • Norbert am 27.09.2018 19:50 Report Diesen Beitrag melden

      Alle

      So wie bei den Blauen und Schwarzen.

    • Statistiker am 28.09.2018 10:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Norbert

      Wenn man das genaue Gegenteil als das Gleiche ansieht, hat man schwere Probleme mit der Wahrnehmung.

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