Beate Meinl-Reisinger

26. Juni 2019 22:00; Akt: 26.06.2019 22:27 Print

"Brauche keinen Staat, der mir Prügel vor Beine wirft"

Meinl-Reisinger erklärt beim Puls4-Sommergespräch, warum NEOS keine Partei für die Reichen ist und was sie von der "Neuen ÖVP" unterscheidet.

Pressekonferenz von Meinl-Reisinger über die Verantwortung von Sebastian Kurz am 22. Mai 2019 (Quelle: PULS4 via Glomex)

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In der vierten Runde der PULS4-Sommergespräche stellte sich am Mittwochabend NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger den Fragen von Moderatorin Corinna Milborn.

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Wie hat sich Beate Meinl-Reisinger im Puls4-Talk geschlagen?

Direkt im Anschluss an den Talk mit ÖVP-Bundesparteiobmann Sebastian Kurz, führte Meinl-Reisinger die Ideen ihrer Parteien zu Spenden, leistbares Wohnen und warum die NEOS keine "ÖVP light" sind.

Hier die wichtigsten Zitate zusammengefasst:

Spenden für neue Parteien essentiell

"Keine neue Bewegung hätte eine Chance Politik zu machen, wenn es nicht die Möglichkeit gebe zu spenden. Denn unser System beruht auf millionenschweren Parteiförderungen, die kriegen aber nur die Parlamentsparteien. Das sind in Summe knapp 160 Millionen Euro. Jetzt haben sich die drei großen Parteien ÖVP, SPÖ und FPÖ es sich gemütlich gemacht und sagen, die anderen, die an den Türen rütteln, die lassen wir nicht herein. Die schaffen sich den Wettbewerb vom Hals."

Über das Verhältnis zwischen ÖVP und NEOS

"Ich habe 2012 die NEOS mitgegründet. Dieses damals noch starke rot-schwarze Machtkartell stand für Stillstand. Und auch die rassistische FPÖ war keine Alternative. Und die sogenannte neue ÖVP ist heute auch nicht so weit weg von der alten ÖVP."

Warum NEOS nicht für Misstrauensantrag gestimmt haben

"Ich bin überzeugt, dass die Menschen Ruhe wollen und keine Parteitaktik. Und ich wollte Kurz nicht aus der Verantwortung lassen, denn er hat uns diese Suppe miteingebrockt. Und er hätte wissen müssen, dass Kickl ein Sicherheitsrisiko ist."

NEOS, eine Partei für die Reichen?

"Ich verwehre mich gegen die plumpe Aussage, dass wir nur für die Reichen da sind. Wir vertreten die Menschen, die sagen, ich will was erreichen. Das muss kein Sportwagen sein. Ich möchte meine Ambitionen verfolgen und erfüllen. Und dazu brauche ich einen Staat, der mich unterstützt und mir nicht ständig Prügel vor die Beine wirft."

Kommt eine Koalition mit Kurz in Frage?

"Ich sehe keine Transparenz bei der ÖVP. Und nur die Spender nennen, wenn man schon in eine Spendenaffäre verstrickt ist, das ist zu wenig. Sebastian Kurz hat noch Zeit bis September, alles offenzulegen."

Und: "Ich will tatsächlich, und das meine ich ernst, einen politischen Führungsanspruch in Österreich stellen", erklärte Meinl-Reisinger abschließend: "Das was wir gesehen haben in dieser Regierung hat mir nicht gefallen. Ich will meine Ideen verwirklichen."

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Balduin am 26.06.2019 22:50 Report Diesen Beitrag melden

    Die unnötigste Partei

    Wer braucht die bitte? Für die Reichen und Industriellen sind eh schon die Blauen und die Schwarzen da, für die Bauern auch. Die Roten sollten sich ums Soziale und die Werktätigen kümmen, leider haben die das komplett vergessen. Doch die NEOS, für wen stehen die eigentlich? Für neureiche Firmengründer, karrieregeile Mütter, was ist mit der Liberalität, liberal sind die ja auch nicht?

  • Polizeibulle am 27.06.2019 06:59 Report Diesen Beitrag melden

    Zweierlei Maß

    Aha... Sie meint: "Brauche keinen Staat, der mir Knüppel zwischen die Beine wirft..." und ist gleichzeitig FÜR die EU?! Die für 80% der neuen Gesetze & Vorschriften verantwortlich ist. Sachen wie z.B. der Bräunungsgrad meiner Pommes Frittes oder das Ersatzmilch (Soja, Kokos, Reis etc.) nicht "Milch" heißen darf??? Das muss sie aber bitte einmal erklären!!!

    einklappen einklappen
  • Kannitverstan am 27.06.2019 07:36 Report Diesen Beitrag melden

    Ihre Aussagen relativieren sich

    Wenn man in Betracht zieht, dass diese Dame vor einiger Zeit davon sprach Österreich als Staat abschaffen zu wollen.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Censorship am 27.06.2019 09:20 Report Diesen Beitrag melden

    Interessant, warum dann...

    Wenn man keine "Reichenpartei" ist, warum will man dann den Arbeitnehmer- und Mietschutz aufweichen?? Und warum wird die Dame nicht zum Landesverrat befragt? Die Neutralität abschaffen zu wollen, bedeutet den Staat Österreich zu zerschlagen, sie ist Grundbedingung für die Existenz...

  • Kannitverstan am 27.06.2019 07:36 Report Diesen Beitrag melden

    Ihre Aussagen relativieren sich

    Wenn man in Betracht zieht, dass diese Dame vor einiger Zeit davon sprach Österreich als Staat abschaffen zu wollen.

  • Prof. Leitner am 27.06.2019 07:27 Report Diesen Beitrag melden

    Sicherheitsrisiko?

    Das Sicherheitsrisiko sind eher die NEOS, die von den Vereinigten Staaten Europa träumen. Mit nur ein wenig Geschichtskenntnissen und Soziologie muss jede(r) erkennen, dass dies einfach nicht möglich ist und niemals wird.

    • Wm am 30.06.2019 19:16 Report Diesen Beitrag melden

      Wm

      Da fängt s ja schon an Kenntnis, ist bei denen nicht vorhanden

    einklappen einklappen
  • Polizeibulle am 27.06.2019 06:59 Report Diesen Beitrag melden

    Zweierlei Maß

    Aha... Sie meint: "Brauche keinen Staat, der mir Knüppel zwischen die Beine wirft..." und ist gleichzeitig FÜR die EU?! Die für 80% der neuen Gesetze & Vorschriften verantwortlich ist. Sachen wie z.B. der Bräunungsgrad meiner Pommes Frittes oder das Ersatzmilch (Soja, Kokos, Reis etc.) nicht "Milch" heißen darf??? Das muss sie aber bitte einmal erklären!!!

    • wie sollte sie denn am 29.06.2019 12:00 Report Diesen Beitrag melden

      das erklären ?

      zieht man sich die ungeistigen ergüsse dieser dame wirklich bzw, irrtümlich mal rein, erkennt man sehr schnell die wahnwitzig hohe zahl ihres quotienten. besser: net amoi ignorier'n - sagen die bayern dazu. ein guter rat !

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  • Hari am 26.06.2019 23:53 Report Diesen Beitrag melden

    Ohne Gewinn u. Abhängigkeitsabsicht

    Die Spenden braucht man nur ganz simpel von der, der jeweilgen Partei zustehenden jährl. Zuwendung der Steuerzahler abziehen, denn mit dem Steuergeld u. den zusätzl. Spenden soll kein Gewinn erwairtschaftet werden.