Pädagogik-Paket in Begutachtung

01. Oktober 2018 07:47; Akt: 01.10.2018 09:52 Print

Regierung holt die Schulnoten zurück

Ab dem Schuljahr 2019/20 soll es wieder verpflichtende Notenbeurteilungen ab der zweiten Klasse Volksschule geben.

Heinz Faßmann präsentiert die Eckpunkte der Reform. (Bild: Video3)

Heinz Faßmann präsentiert die Eckpunkte der Reform. (Bild: Video3)

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Alles wieder retour: ÖVP-Bildungsminister Heinz Faßmann stellt das Paket heute in einer Pressekonferenz vor. Ab dem Jahreszeugnis der zweiten Volksschulstufe wird die Notenvergabe wieder zur Pflicht. Bisher gilt, dass erst in der vierten Klasse verpflichtend Ziffernnoten vergeben werden müssen, alternativ ist in den ersten drei Schulstufen etwa eine verbale Beurteilung möglich. Eine alternative Leistungsbeurteilung soll nur noch bis zum Ende des ersten Semesters der zweiten Klasse möglich sein.

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Änderungen sind unter anderem auch bei der Feststellung der Schulreife geplant.

Zudem haben Erziehungsberechtigte künftig auch bei alternativer Leistungsbeurteilung das Recht auf ein Zeugnis mit Ziffernnoten. Ebenfalls neu ist, dass die Leistungsbeurteilung durch eine verpflichtende schriftliche Erläuterung in Form von Bewertungsrastern – ergänzend zur Ziffernnote – „transparent und nachvollziehbar“ werden soll, wie es in der Punktation des Entwurfs heißt.

Auch das Sitzenbleiben kommt schon in der zweiten Klasse wieder. Damit wird ein weiterer Punkt der seit dem Schuljahr 2016/17 geltenden Reform zurückgenommen, die ein Ende der Klassenwiederholung in den ersten drei Volksschulklassen gebracht hatte. Für Volksschülerinnen und Volksschüler mit entsprechendem Bedarf verpflichtend werden soll der Besuch von Förderunterricht.

Reformiert wird auch die Notenvergabe in der Neuen Mittelschule (NMS), die künftig zur „Leistungsorientierten Mittelschule“ werden soll. Diese soll die Schülerinnen und Schüler „sowohl auf weiterführende Schulen als auch auf das Berufsleben“ vorbereiten, heißt es im Entwurf. Leistungsstarke Kinder sollen „äquivalent zur AHS-Unterstufe gefordert und gefördert“ werden.

Die Regierung schickt kommende Woche ihr „Pädagogikpaket“ in Begutachtung.

Das ändert sich für unsere Studenten

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • herwigbully am 01.10.2018 08:33 Report Diesen Beitrag melden

    Hirnlos

    Ich hab den Eindruck, daß endlich wieder mit Hirn gearbeitet wird. Das Abschaffen von Sitzenbleiben und der Benotung war sowieso Hirnbefreit. Die damalige Bildungsministerin konnte es halt nicht besser.

  • Hubert Huber am 01.10.2018 08:26 Report Diesen Beitrag melden

    Richtige Entwicklung

    Schulnoten sind sehr gut und noch etwas ist wichtig - keine Fantasienoten mehr für schwache Schüler nur damit sie aufsteigen dürfen.

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  • Edith am 01.10.2018 09:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Noten sind wichtig

    Auch Kinder müssen lernen, dass ihr Bemühen bewertet wird. So wie dann im weiteren Leben. Denn auch bei der späteren Arbeit wird geprüft ob man fähig ist. Es ist ein ständiger Prozess und je früher ein Kind das lernt, umso leichter ist es später.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • besonders in Wien am 02.10.2018 12:00 Report Diesen Beitrag melden

    Förderung der Kinder durch Eltern?

    Viele Eltern können gar nicht sinnerfassend lesen - also was machen sie mit einer verbalen und schriftlichen Beurteilung?

  • Karl Fensterstock am 01.10.2018 17:43 Report Diesen Beitrag melden

    A und B Zug, bitteschön

    Jetzt fehlt nur noch, dass A und B Zug wieder eingeführt wurde. Was gab es daran auszusetzen? Man kann nicht Kinder mit der ganzen Bandbreite in EINE Klasse stecken. Die Guten fadisieren sich, die Schlechten kriegen Stress, weil sie nicht mitkommen. A und B und gut ists!

    • Dr. Jörg P. am 02.10.2018 10:34 Report Diesen Beitrag melden

      @Fensterstock

      Waren sie im B-Zug oder Sonderschule?

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  • einzige Lösung am 01.10.2018 11:24 Report Diesen Beitrag melden

    Ferien kürzen!

    Leider leben wir in einer Zeit, wo die jetzigen Eltern schon keinen Leistungsdruck und Schaffenswillen ertragen konnten. Wie sollen es die Kinder lernen? Das lässt sich an vielen Beispielen beweisen! Ich, 60 jährig kann nur sagen, dass ich mehr Grundwissen und Fortbildungswillen in meinem Beruf hatte als heutzutage Maturanten haben. Und ja, auch in meiner Zeit wurde man im Beruf beurteilt und demnach bekam man Aufstiegschancen. Das Wichtigste wäre, die Ferien trastisch zu kürzen, weil die Schüler in einem Block aufnehmen müssen und dann in kurzer Zeit die Prüfungen absolvieren müssen.

    • walkar am 01.10.2018 23:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @einzige Lösung

      Kein guter Vorschlag die Ferien zu krzen. Bedenken Sie,dass in vielen Schulen 4 Wochen Pflichtpraktika verlangt werden. Da bliebe dann keine Zeit für Ferien.

    • einzig Lösung am 02.10.2018 11:57 Report Diesen Beitrag melden

      weniger Ferien, mehr Zeit für Unterricht

      Praktika sind wichtig und gehören zur Unterrichtszeit gerechnet. Deshalb müssen nicht alle Schüler Ferien haben. Auch für Projektarbeiten muss Zeit sein, aber wie gesagt das ist Unterrichtszeit und darf nicht für alle als Ferien gelten!

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  • Her Bert am 01.10.2018 10:39 Report Diesen Beitrag melden

    endlich Hirn

    Der Grundstein für ein erfolgreiches Leben wird durch Wissensvermittlung in der Schule gelegt. Dort gehört angesetzt und den Kindern die bestmögliche Förderung gegeben. Noten sind ein unersetzbarer Bestandteil dazu. Wie es aussieht ist endlich Hirn in die Regierung mit dem dafür zuständigen Minister eingezogen. Schön reden klingt zwar sozialer, bringt aber niemanden etwas!

  • Roman am 01.10.2018 10:31 Report Diesen Beitrag melden

    Überlegungen

    Vielleicht hätte der Kurz ohne Noten das Studium geschafft.