Herkunftskennzeichnung

17. April 2019 16:27; Akt: 17.04.2019 16:38 Print

Wo Österreich drauf steht, muss es auch drin sein

Das Landwirtschaftsministerium plant ein neues Gesetz, das eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung für bestimmte Lebensmittel vorsieht.

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Auf Produkten, die zu mehr als der Hälfte aus Eiern, Milch oder Fleisch bestehen, soll künftig verpflichtend auf der Verpackung deklariert sein, woher die Hauptzutat stammt.

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"Wurst aus österreichischem Schweinefleisch" oder "Nudeln mit österreichischen Eiern" soll dann beispielsweise auf den Produkten zu lesen sein.

Mehr Transparenz

Aktuell zeichne sich in Österreich ein Trend zu regionalen Lebensmitteln ab. In Frankreich und Italien gelten solche Regeln schon. Auch in heimischen Supermärkten soll den Konsumenten bald mehr Transparenz geboten werden.

"Es geht darum, dass die Primärzutat, die den Hauptbestandteil eines bearbeiteten Produktes ausmacht, auch gekennzeichnet ist", erklärte die zuständige Bundesministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) dazu im Ö1-Journal. "Es soll klar sein, aus welchem Land der Rohstoff stammt."

Die schon vorhandenen "rot-weiß-roten Hinweisschilder" seien kein ausreichendes Indiz, dass Lebensmittel bzw. die Rohstoffe tatsächlich aus Österreich stammen.

Umsetzung noch 2019 geplant

Schon länger muss die Herkunft von verarbeitetem Rindfleisch, den meisten Obst- und Gemüsesorten und Eiern angegeben werden.

Landwirtschaftsministerin Köstinger will das neue Gesetz, das auch in Großküchen und Kantinen zur Anwendung kommen soll, nun gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium vorbereiten. Es soll heuer noch in Kraft treten.

Sorgen der Industrie vor zu viel Bürokratie seien laut Köstinger nicht gerechtfertigt, denn die Umsetzung soll sehr einfach erfolgen.

Verunsicherung beim Einkauf

Laut dem VKI Lebensmittel-Check 2018 zählt der Verkauf von Lebensmitteln "unter falscher Flagge" tatsächlich zu den größten Supermarkt-Ärgernissen der Österreicher.

Lesen Sie dazu: Das ärgert Kunden im Supermarkt am meisten >>>

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(ek)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Gourmet am 17.04.2019 16:34 Report Diesen Beitrag melden

    Sehr gut

    Finde ich sehr gut,bin immer neugierig woher das Lebensmittel herkommt. Diese Produkte regen mich auf wo nur drauf steht "Hergestellt für Spar" zum Beispiel oder "Hergestellt in der EU" sonst nix,weder die Firma noch das Herkunftsland stehen drauf.

  • Speedy am 17.04.2019 16:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sag ja zu A

    Das gab es schon Mal. Made in Austria. Es wird so wie so gelogen, betrogen und abgezockt wo es nur geht. Erzeugt in Irgendwo, verpackt in Österreich und schon ist eine rot, weiß rot Flagge drauf.

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  • Konsument am 17.04.2019 18:52 Report Diesen Beitrag melden

    Kahlschlag in Regalen

    Sehr gute Idee. Damit hört sich der Missbrauch der EU-Förderungen auf. Österreichische Milch fährt durch halb Europa, wird bei unseren Nachbarn dann verpackt und gelangt als österr. Milch in die Regale, subventioniert vom Steuerzahler. Wir zahlen also doppelt. Einerseits in den EU-Topf, um die Förderungen zu ermöglichen. andererseits den hohen Preis, der durchs blöde Herumkarren entsteht. Die EU hätte hier schon längst tätig werden müssen.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Crashcar am 19.04.2019 07:21 Report Diesen Beitrag melden

    Endlich.

    Das ist schon lange völlig überfällig. Nur waren da immer irgendwelche Typen in der ReGIERung, die es anscheinend als Grundverständnis sehen, alles Positive für das Volk zu verhindern. Oder zumindest zu blockieren.

  • Fleischman am 18.04.2019 13:18 Report Diesen Beitrag melden

    Richtig

    Ich habe nix dagegen wenn Lebensmittel aus anderen stmmen,aber ich will gerne wissen aus welchen Land und von welcher Firma. Ich glaube als Kunde ist das nicht zviel verlangt.

  • Sochal am 18.04.2019 11:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Augen auswischerei

    Defacto wenn dann 51% österreichisches Schwein im Faschierten ist gilt es als Ö-Fleisch. Nette Masche um das System auszuboten.

    • Angeblich sind am 18.04.2019 18:40 Report Diesen Beitrag melden

      In Wiener Wurst

      Ja auch bereits weniger als 50% Wiener drinnen :) Dieselbe Masche, anders verpackt ;)

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  • Mein Wunsch am 17.04.2019 20:33 Report Diesen Beitrag melden

    Kein Plastik mehr im Regal!

    Bitte die Mogelpackungen und irreführenden Preisauszeichnungen pro Gramm/Kilogramm statt per Verpackungseinheit verbieten. Die frisch gepressten Fruchsäfte enthalten 80 % Waser, auch das gehört verboten. Ebenso die Lebensmittel, die mehr als 3 Gramm Zucker enthalten. Energie-Drinks für Jugendliche verbieten. Abgepackte Salate gehören tagtäglich auf Fäulnisbakterien, Sand und Steinen untersucht. Und zum Schluss noch: Ersetzt Plastik durch verrottbare Verpackungen. Danke!

  • Konsument am 17.04.2019 18:52 Report Diesen Beitrag melden

    Kahlschlag in Regalen

    Sehr gute Idee. Damit hört sich der Missbrauch der EU-Förderungen auf. Österreichische Milch fährt durch halb Europa, wird bei unseren Nachbarn dann verpackt und gelangt als österr. Milch in die Regale, subventioniert vom Steuerzahler. Wir zahlen also doppelt. Einerseits in den EU-Topf, um die Förderungen zu ermöglichen. andererseits den hohen Preis, der durchs blöde Herumkarren entsteht. Die EU hätte hier schon längst tätig werden müssen.

    • lepuseuropeus am 18.04.2019 09:59 Report Diesen Beitrag melden

      EU.........

      Sogar die Kartoffel werden schon zum Waschen herumgekarrt und die vielen unnötigen Transporte gehören endlich eingestellt. Dort beginnt Klimaschutz , wenn man endlich einmal das Unnötige wieder abstellt. Da nicken die Politiker bei der heiligen Greta demutsvoll, aber wenn es um Wirtschaftsleistung geht ist wieder alles vorbei.

    • Crashcar am 19.04.2019 07:36 Report Diesen Beitrag melden

      Seit..

      ..wann reagieren Politiker, wenn es um das Wohl des Volkes geht? Diese Industriemarionetten haben nur Zwei Dinge im Sinn: 1. Geld bekommen. 2. Geld von irgendwo her bekommen.

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