Telefonat mit Schickhofer

28. September 2018 14:33; Akt: 28.09.2018 15:11 Print

Rendi-Wagner versucht jetzt Wogen zu glätten

Die neue SP-Chefin Pamela Rendi-Wagner will ihre Partei in ruhigere Fahrwasser führen. Die mächtigen Landesparteien will sie künftig mehr einbinden.

Neo-SPÖ-Parteiobfrau Pamela Rendi-Wagner ist nach der Aufregung rund um ihre Übernahme des Parteivorsitzes um demonstrative Wogenglättung bemüht. (Bild: Sabine Hertel)

Neo-SPÖ-Parteiobfrau Pamela Rendi-Wagner ist nach der Aufregung rund um ihre Übernahme des Parteivorsitzes um demonstrative Wogenglättung bemüht. (Bild: Sabine Hertel)

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Wie die "Kleine Zeitung" berichtete, kam es Freitag früh zu einem klärenden Gespräch zwischen dem Chef der steirischen Sozialdemokraten, Michael Schickhofer, und seiner neuen Bundespartei-Chefin Pamela Rendi-Wagner. Nötig war dieses Gespräch aufgrund teilweise heftiger öffentlicher Aussagen wegen der Absetzung des Bundesgeschäftsführers Max Lercher – ein Vorgang, der seinen steirischen Landsleuten so gar nicht schmecken wollte ("Heute" berichtete)

SPÖ will jetzt wieder "Seite an Seite marschieren"

Nach dem Telefonat bemühte sich Schickhofer sichtlich um Deeskalation. In dem gut halbstündlichen Telefonat habe man ausgemacht, nach den letzten Partei-internen Querelen jetzt wieder "Seite an Seite" marschieren zu wollen, so Schickhofer zur "Kleinen Zeitung". Schickhofer kündigte auch einen Besuch Rendi-Wagners in der Steiermark an. Rendi-Wagners Anwesenheit wird zur bundesweiten SPÖ-Klausur im Oktober erwartet, einen Tag vor diesem Termin will Schickhofer mit seiner Partei-Chefin noch ausstehende Personal-Veränderungen "unter vier Augen" diskutieren, um ein ähnliches Drama wie bei der Absetzung Lerchers künftig zu verhindern.

Schickhofer: Rendi Wagner hat Verständnis für SP-Irritation

Laut Schickhofer habe Rendi-Wagner im Telefonat durchaus auch Verständnis für die Irritationen an der Basis bekundet. Solange man sich die Dinge aber "klar ausreden" könne und auch einsehe, dass es "nicht so gut gelaufen" sei, mache es laut Schickhofer auch keinen Sinn, "auf der Sache noch länger herumzureiten".

Für Schickhofer und die steirische SPÖ sei es wichtig, dass die neue Kultur, für die Max Lercher bei der Bundespartei gesorgt hatte, nicht wieder verschwinden dürfe. Dieser habe es vollbracht, den Ländern und Gemeinden das Gefühl zu geben, dass "da jemand in Wien ist, der sie hört", so Schickhofer.

Max Lercher selbst erbat sich inzwischen einige Tage Bedenkzeit. Am Wochenende will er bekanntgeben, ob er weiterhin für die SPÖ arbeiten werde, oder seine berufliche Zukunft außerhalb der Partei sehe.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Roman Polz am 28.09.2018 16:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    da hat sie ja einiges zu tun! und bitte nicht vergessen das gemeine volk! das ist die wahre Basis. da sind die wähler!

  • stealth71 am 28.09.2018 23:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Leicht wird sie es nicht haben,

    denn auf die Frage im ORF, wie sie zu einer Zusammenarbeit mit FPÖ steht, antwortete sie, dass basierend auf den Entscheidungen der letzten 9 Monate, wie die Beendigung der Aktion 20000 usw. eine Zusammenarbeit mit der FPÖ nicht möglich ist. Nun, beschlossen haben das ja FPÖ und ÖVP gemeinsam, damit hat sie folglich mit ihrer eigenen Argumentation auch eine Zusammenarbeit mit der ÖVP ausgeschlossen. Genau sowas sollte sie vermeiden, da muss sie noch von Kurz lernen.

  • Ludwig Reinthaler am 28.09.2018 18:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Feiere mit Sekt

    Ich hoffe, dass die SPÖ implodiert! Diese Partei der Grosskopferten wird Zeit, dass sie am Misthaufen der Geschichte entsorgt wird! Sie haben uns das Caos auf unseren Spielplätzen verursacht. Wenn es diese Partei zerreißt mache ich eine Flasche Sekt auf!!!

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • ibindameinung am 30.09.2018 09:36 Report Diesen Beitrag melden

    Ich fürchte schlimmes

    Wenn man sie über ihre politische Zukunft reden hört, dann wird sie sicher keine Wogen glätten und Gräben zu schütten. Ich befürchte: das Gegeteil wird der Fall sein. Wenn es PAREWA nicht gelingt die SPÖ zu stabilisieren, wird für die Nachfolger die SPÖ einen Zwergerlpartei werden.

  • Spö-Wähler am 29.09.2018 09:57 Report Diesen Beitrag melden

    Pamella spätestens in 2 Jahren

    dank Kern auch in Brüssel. Dann dürfen Max & Moriz wieder wüten und allerlei ausbrüten. Schieder wird Chef der Spö, Wehseli seine Vitze. Damit wieder alles gut ist und alle sich gegenseitig liebhaben, bis zum nächsten Sturz ;)

  • Auchnemeinung am 29.09.2018 07:11 Report Diesen Beitrag melden

    Volksnah?

    Meiner Meinung nach nicht. Hübsch, gut gekleidet ist in der Politik nicht immer so wichtig und führt zum gewünschten Erfolg.

  • stealth71 am 28.09.2018 23:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Leicht wird sie es nicht haben,

    denn auf die Frage im ORF, wie sie zu einer Zusammenarbeit mit FPÖ steht, antwortete sie, dass basierend auf den Entscheidungen der letzten 9 Monate, wie die Beendigung der Aktion 20000 usw. eine Zusammenarbeit mit der FPÖ nicht möglich ist. Nun, beschlossen haben das ja FPÖ und ÖVP gemeinsam, damit hat sie folglich mit ihrer eigenen Argumentation auch eine Zusammenarbeit mit der ÖVP ausgeschlossen. Genau sowas sollte sie vermeiden, da muss sie noch von Kurz lernen.

  • Ludwig Reinthaler am 28.09.2018 18:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Feiere mit Sekt

    Ich hoffe, dass die SPÖ implodiert! Diese Partei der Grosskopferten wird Zeit, dass sie am Misthaufen der Geschichte entsorgt wird! Sie haben uns das Caos auf unseren Spielplätzen verursacht. Wenn es diese Partei zerreißt mache ich eine Flasche Sekt auf!!!

    • Radierer am 29.09.2018 20:46 Report Diesen Beitrag melden

      Zum Glück sind HC und seine

      ewiggestrigen, völkischen Kameraden sowie die schwarze Bauern- und Wirtschaftspartei ja keine Grosskopferten.

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