Merkel zu Kurz

17. Januar 2018 14:36; Akt: 17.01.2018 15:00 Print

"Wir werden Österreich genauer beobachten"

Ein herzliches Willkommen erwartete Bundeskanzler Sebastian Kurz bei seinem Antrittsbesuch in Deutschland. Streitpunkte gibt es so gut wie keine - nur Argwohn wegen der FPÖ.

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Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) empfing den österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Mittwoch mit militärischen Ehren vor ihrem Bundeskanzleramt in Berlin.

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Nach einem Vier-Augen-Gespräch folgte eine harmonische gemeinsame Pressekonferenz. Es gebe wenig Trennendes in den Beziehungen zwischen Deutschland und Österreich, sagte Merkel. Die bilateralen Beziehungen seien nach wie vor ausgezeichnet und sehr wichtig für beide Länder.

Die Klage Österreichs gegen die deutsche Pkw-Maut handelte sie in Form eines kleinen Scherzes ab, der Europäische Gerichtshof werde das klären.

An den Taten messen
Die neue österreichische Regierung will Merkel an ihren Taten messen. Etwas, das Kurz auch einer Journalistin abverlangte, die seine Meinung zu Kurz' Koalitionspartner FPÖ und deren "Spiel mit NS-Symbolik" hören wollte.

Die Vorhaben der Regierung zum Thema EU stimmen Merkel positiv, man werde die Entwicklungen in Österreich aber "genau beobachten", das gab Merkel zu.


Außengrenzschutz
Beim Thema Flüchtlinge betonten beide Regierungschefs auf den effektiven und gemeinsamen Schutz der EU-Außengrenzen. Man dürfe Schleppern nicht die Entscheidung überlassen, wer nach Europa kommen kann und wer nicht. Dieser Satz war von Merkel und auch von Kurz zu hören.

Brexit und Nettozahler
Sowohl Deutschland als auch Österreich sind in der EU Nettozahler. Wenn Großbritannien aus der Europäischen Union austritt ("Brexit") fällt ein wichtiger Nettozahler weg. Sind Kurz und Merkel dann bereit, mehr einzuzahlen?

Bei der Beantwortung dieser Frage war eine Meinungsverschiedenheit zu erahnen. Während Merkel sich für eine Abstimmung unter allen Nettozahlern zu dem Thema einsetzen will (was auch Kurz begrüßt), kann sie sich durchaus vorstellen, Mehrzahlungen für bestimmte Maßnahmen einzeln zu verhandeln.

Kurz war da defensiver. Er will, bevor über eine Erhöhung der österreichischen Beiträge zur EU geredet wird, erst das Sparpotenzial betrachten. Es falle nämlich nicht nur ein Nettozahler weg, sondern auch ein großer Teil der Bevölkerung.

Lesen Sie hier alle Infos zum Kurz-Besuch in Berlin im Live-Ticker:

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tessiner am 17.01.2018 15:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wozu Merkel

    Die soll sich einmal um Ihren Laden kümmern, der Kurz hart Österreich schon im Griff.

  • Anyta am 17.01.2018 15:54 Report Diesen Beitrag melden

    Unangebracht

    Die Deutschen sollten sich selbst beobachten und vor allem vor ihrer eigenen Tür kehren. Da gibt es genug Kritikpunkte.

    einklappen einklappen
  • Peda M. am 17.01.2018 16:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Notwendig wie ein Kropf

    bringen nichts auf die Reihe, aber zu uns schaun? Der Besen zuerst einmal zu Hause kehren lassen! Angie reif für einen Rücktritt!

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Censorship am 19.01.2018 12:22 Report Diesen Beitrag melden

    Interessante, selektive Wahrnehmung..

    Interessant, denn mit den "Linken" hat man die Nachfolgepartei einer mordenden Diktatur (SED) im Parlament sitzt und so mancher Kadersoldat hat Blut an den Händen....

  • Volker D. am 19.01.2018 06:50 Report Diesen Beitrag melden

    Zum Fremdschämen

    Das ist unfassbar und eine Respektlosigkeit sondergleichen. Was bildet sich diese Frau überhaupt ein? Was denkt die wer die ist? Sollte ich wieder nach Europa fliegen, lande ich lieber in Wien statt "daheim" in Frankfurt. Sollte ich noch mal IT- Projekte stemmen, dann auch lieber in Österreich anstelle Steuer für eine Regierung zu zahlen welche frontal gegen meine wichtigsten Interessen arbeitet.

  • saharawilli am 18.01.2018 14:54 Report Diesen Beitrag melden

    mehr geld für was?

    "Sind Kurz und Merkel dann bereit, mehr einzuzahlen?" - die zwei wichtigen zahlen gar nix, die hackler_innen zahlen, und das ungefragt.

  • Karl Martell am 18.01.2018 09:41 Report Diesen Beitrag melden

    "Wir werden Österreich genauer beobachten"

    "Wir werden Österreich genauer beobachten" Richtig so! Diese Frau demaskiert sich immer mehr. Alleine dass sie Europa entzweit und mit Milliardenkosten überzogen hat, hätte n Vorzeit bereits für Teeren und Federn gereicht!

  • Seitenblick am 18.01.2018 08:53 Report Diesen Beitrag melden

    Ansonsten weitermachen

    Ja bitte beobachtet Österreich. Sollte ein Gefreiter aus Österreich im Bundestag auftauchen gebt ihm bitte keinen Job in der Regierung. Bei uns verschwindet der Gefreite nämlich in der Versenkung und kriegt Haue. Wenn ihn die Bush Familie unterstützt gebt einfach Bescheid damit wir euch aufklären können. Ansonsten weitermachen.