Große Polit-Befragung

06. Dezember 2018 15:30; Akt: 06.12.2018 21:03 Print

Wen die Österreicher zum Kanzler wählen würden

In der "Heute"-Umfrage beantworteten die Österreicher unter anderem die Frage, wen sie in einer Direktwahl zum Bundeskanzler wählen würden.

Kanzler Kurz entschwebt in einsame Höhen. Grafik: Heute.at

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Seit einem Jahr ist Türkis-Blau im Amt – nun werden die Zeugnisse verteilt. "Heute" hat die Österreicher und Österreicherinnen in einer großangelegten Umfrage zu ihrer Zufriedenheit mit der Regierung, den einzelnen Politikern und der Oppositionsparteien befragt. Die Resultate im Überblick:

Umfrage
Sind Sie mit der Arbeit der Regierung zufrieden?

1
Die Kanzlerfrage

Es zeigt sich: Auch wenn die Bevölkerung den Kanzler direkt wählen könnte, ginge Sebastian Kurz als Sieger hervor. 37 Prozent der Österreicher würden ihm ihre Stimme geben. So gute Umfragewerte hatte seit Jahren kein Kanzler mehr.

Weit abgeschlagen folgt SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner mit 17 Prozent. Sie schneidet damit schlechter ab als ihr Vorgänger Christian Kern, der auf 23 Prozent Zustimmung gekommen war. Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) rangiert mit 13 Prozent auf dem dritten Platz.

Alle Daten im Detail:
Die große "Heute"-Umfrage Dezember 2018

2
Die Sonntagsfrage

"Wenn am nächsten Sonntag Wahlen wären, welcher der folgenden Parteien würden Sie dann Ihre Stimme geben?“ Auch diese sogenannte Sonntagsfrage wurde den Umfrageteilnehmern gestellt – und wiederum hat die ÖVP deutlich die Nase vorn.

Sie kommt auf 33 Prozent Zustimmung. Die SPÖ verteidigt Platz 2, fiel aber seit September um drei Prozentpunkte von 29 auf 26 Prozent ab. Auch die FPÖ verzeichnet einen leichten Abwärtstrend und kommt nun noch auf 22 Prozent.

Die Kleinparteien NEOS, Grüne und Liste Pilz konnten dafür zulegen. Die NEOS steigen auf 9 Prozent, die Grüne auf 6 Prozent und "Jetzt" (einst bekannt unter dem Namen "Liste Pilz") erreicht Zustimmungswerte von 3 Prozent.

3
Die Erwartungsfrage

Weiter wurde die Bevölkerung dazu befragt, ob die Regierung im ersten Jahr besser oder schlechter gearbeitet hat als erwartet. 22 Prozent wurden von Türkis-Blau positiv überrascht, 25 Prozent negativ. Der Rest gab an, die Regierung arbeite "wie erwartet" (44%) oder machte keine Angaben.

Der ÖVP wird dabei innerhalb der Regierungskoalition von den meisten Wählern deutlich positiver wahrgenommen als die FPÖ.

4
Die Oppositionsfrage

Auf die Frage, welche Oppositionspartei die beste Arbeit leistet, nannten 23 Prozent die SPÖ. Bitter für die Sozialdemokraten: Die deutlich kleineren NEOS sind fast gleichauf – mit nur einem Prozentpunkt weniger.

5
Die Sachfrage

Die Sympathie für Köpfe und Parteien ist das eine – doch wie kommen die von der Regierung beschlossenen Reformen am Ende des Tages bei der Bevölkerung an? Hier klaffen die Ansichten weit auseinander, wie die Befragung zeigt. So erfahren die Reformen im Schulbereich – Stichwort: Rückkehr zu Ziffernoten – eine relativ hohe Zustimmung. Mit der Idee eines 12-Stunden-Tags können sich die meisten Bürger hingegen so gar nicht anfreunden.



>>>> Wie die Österreicher die übrigen Reformen – von der Mindestsicherung bis zu den Ziffernoten – bewerten, lesen Sie hier.

Die Methode:

An der "Heute"-Umfrage nahmen 800 Personen über 16 Jahren telefonisch oder online teil. Der statistische Fehlerbereich liegt bei +/- 3,5%.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kritischer Geist am 06.12.2018 15:58 Report Diesen Beitrag melden

    Abwärtstrend der SPÖ

    Der Abwärtstrend der SPÖ ist unübersehbar. Man kann nur hoffen, dass sich Österreichs Linke nicht noch weiter radikalisieren, wenn sie demokratisch nichts mehr zu melden haben.

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  • Thomas am 06.12.2018 15:58 Report Diesen Beitrag melden

    Weiter so

    Weiter so diese Regierung macht einfach einen guten Job.

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  • Herr Rossi am 06.12.2018 15:37 Report Diesen Beitrag melden

    Chapeau

    Bravo Herr Kurz, ich gratuliere.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Marxist am 08.12.2018 17:45 Report Diesen Beitrag melden

    Also ich wähle nur die rote

    Pamela... Also die Pamela Anderson weil die ist cool! Und die Ranchi Wagner Pam ist ne ulkige Schachtel.

  • chraska am 08.12.2018 12:42 Report Diesen Beitrag melden

    Kanzler-Direktwahl

    Meine Meinung war schon immer, daß man jemanden wählt mit Erfahrung in der Politik. Man kann natürlich auch Experimente diesbezüglich machen. Katzen im Sack sind immer Überraschung.Weißman das im vorhinein? Ist sowieso immer ein Glückspiel. .Erwartet jemand ein Kind, kann sich das auch positiv in der Arbeit niederschlagen. Eigene Meinung ist wichtig. Statistik sollte man nicht zu ernst nehmen.

  • Pierre am 08.12.2018 08:29 Report Diesen Beitrag melden

    Präsidente & Co kein Glücksfall für Österreich

    Zu asozial und nichts anderes als der Handlanger der Wirtschaft-Industrie....mehr geht nicht, deshalb NIE Kurz - Braun geht gar nicht!

  • Piero am 07.12.2018 20:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    kurz ein Glücksfall für Österreich

    ich gratuliere Bundeskanzler kurz ich glaube man schenkt ihm zurecht das volle Vertrauen er steht über die Dinge wird nie ausfallend seine politischen Mitbewerbern wenn diese auch nicht immer zimperlich mit ihm umgehen so einen Bundeskanzler braucht das Land wahrscheinlich der beste Kanzler nach Kreisky SPÖ schaut euch etwas von Bundeskanzler kurz ab

    • Chris H am 08.12.2018 10:47 Report Diesen Beitrag melden

      Frau

      Stimmt, Kurz steht über den Dingen, die Bürger beeindrucken ihn gar nicht, er zieht sein Ding im Sinne seiner Auftraggeber durch! Kurz in einem Satz mit Kreisky zu nennen, ist schon sehr anmaßend! Armes Österreich!

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  • Stefan Rottensteiner am 07.12.2018 20:24 Report Diesen Beitrag melden

    Falsche Frage

    Gegenfrage: Welche Arbeit? Also im Sinne zielgerichteter, geplanter Tätigkeit.

    • alex beer am 07.12.2018 23:37 Report Diesen Beitrag melden

      herr

      Keine Arbeit! Ankündigungen, leere Worte, unausgegorene stümperhafte Gesetze, eine schande für ö!

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