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Zweiter Test schmiert Olivenöle wieder an

Heute Redaktion
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Nach einem "Konsument"-Test von Olivenöl im November 2011 hatten sich viele Kunden angeschmiert gefühlt: Von 15 extra nativen Erzeugnissen waren vier komplett durchgefallen und zwei weitere Hersteller in Verdacht geraten, bessere Qualität durch Wärmebehandlung vorzutäuschen.

im November 2011 hatten sich viele Kunden angeschmiert gefühlt: Von 15 extra nativen Erzeugnissen waren vier komplett durchgefallen und zwei weitere Hersteller in Verdacht geraten, bessere Qualität durch Wärmebehandlung vorzutäuschen.

Bei einem Nachtest für die aktuelle Februar-Ausgabe von fünf beliebten Ölen, die zuvor nicht kontrolliert worden waren, fielen die Ergebnisse besser aus. Allerdings floppte ausgerechnet das teuerste Produkt, während das am besten bewertete Öl vom Diskonter stammte - und "Sehr gut" schnitt gar keines ab. "So wie beim Test 11/2011 hat auch diesmal ein Diskonter das vergleichsweise beste Öl im Regel", bilanzierten die Konsumentenschützer.

"Preislich liegt das Produkt von Hofer (Kloster Toplou) gleichauf mit dem Vorjahressieger von Penny." Fast genauso gut schnitt Alnatura, eine Eigenmarke von dm, ab. Ein "Sehr gut" in Sachen Güte und Geschmack hat aber keines der Erzeugnisse errungen. Mani Greek Gold und Trasimeno s.p.a. wurden als durchschnittlich beschrieben. Don Carlos aus dem Fachgeschäft Vom Fass, mit 24 Euro pro Liter das teuerste Produkt im Test, fiel überhaupt durch: Es wurde als fehlerhaft beurteilt und von Güteklasse nativ extra auf nativ zurückgestuft.

Auch bei Laientest keine Bestnote

Verkostet wurden alle Proben durch das Olivenöl Panel in Deutschland (DOP) und teilweise auch durch ein zweites Panel in Lissabon. Bei einer Laienverkostung fielen die Urteile milder aus, aber auch hier wurde keine Bestnote vergeben. Insgesamt endete der Test aber viel besser als die vorangegangene Untersuchungsreihe. Bei der Herkunft der Oliven gab es nichts zu bekritteln, die Angaben auf den Etiketten stimmten. Auch die chemischen Ergebnisse waren erfreulicher.

Mit Ausnahme eines Produkts waren alle frei von Weichmachern. Weniger zufrieden waren die Konsumentenschützer mit dem Gehalt an polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK). Diese Umweltschadstoffe gelangen über Waldbrände und Verkehrsemissionen in die Oliven. Es wurden aber keine Grenzwerte überschritten. Am besten schnitt in diesem Punkt das Produkt Vom Fass ab. Kein Verdacht ergab sich hinsichtlich der bei Ölen dieser Güteklasse ohnehin verbotenen Wärmebehandlung.