"Blinder Passagier" fuhr im Motorraum mit

Silvia Blaha dachte nichts Böses, als sie ihre zwei Kinder am Mittwoch zum Kindergarten brachte. Als plötzlich Schreie aus dem Motorraum ihres Autos drangen, traf sie deshalb fast der Schlag. Ihr Schwiegervater linste sofort in den Motorraum und entdeckte einen jungen Marder, der es sich zwischen den Kabeln und Schläuchen gemütlich gemacht hatte.
Silvia Blaha dachte nichts Böses, als sie am Mittwoch ihre zwei Kinder in Königstetten zum Kindergarten brachte. Als am Rückweg nach Hause plötzlich Schreie aus dem Motorraum ihres Autos drangen, traf sie deshalb fast der Schlag. Sie hatte, ohne es zu merken, einen blinden Passagier dabei.

Da die Fahrerin schon fast wieder zu Hause war, rief sie ihren Schwiegervater zu Hilfe. Der linste sofort in den Motorraum und entdeckte einen jungen Marder, der es sich zwischen den Kabeln und Schläuchen gemütlich gemacht hatte. Als das Auto dann in Betrieb genommen wurde, heizte sich der Motor auf und das bequeme Ruheplätzchen wurde zur Sauna.

Das sture Vieh wollte aber nicht einsehen, dass es im Motorraum des Toyota Picnic nicht bleiben konnte und weigerte sich, seinen Platz aufzugeben. Also riefen Silvia Blaha und ihr Schwiegervater einen Jäger zu Hilfe. Doch auch der Waidmann war hilflos. In den Motorraum schießen ist nicht die feine englische Art und ohne sein Gewehr blieb dem Jäger nichts anderes übrig, als aufzugeben.

Deshalb stieg Silvia kurzerhand wieder in ihren Wagen und fuhr mitsamt dem pelzigen Passagier nach Tulln, um den Öamtc um Hilfe zu bitten. Der Mechaniker wurde so für einige Minuten zum Cowboy: Er knüpfte eine Schlinge, warf sie über den Marder und zog das Tier so vorsichtig aus dem Kabel/Schlauchsalat hervor.

Der Marder machte sich schleunigst davon, passiert ist dem possierlichen Tierchen nichts. Zum Glück trug auch das Auto keinen Schaden davon, sind doch Marder dafür bekannt, dass sie Kabel gern als Zwischenmahlzeit verspeisen.
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