"Deutscher Präsident hat bei Kurz interveniert"

Efgani Dönmez
Efgani DönmezBild: picturedesk.com/APA
Der bald wilde Abgeordnete Efgani Dönmez ist der Meinung, dass der deutsche Präsident persönlich seinen Rauswurf aus dem ÖVP-Klub forderte.
Efgani Dönmez will nach seinem Rauswurf aus dem ÖVP-Parlamentsklub nicht zurücktreten, sondern als wilder Abgeordneter im Parlament bleiben.

Steinmeier soll interveniert haben

Dass er nach heftiger Kritik auf Twitter und vonseiten der SPÖ auch von seiner eigenen Partei für den Tweet gegen Sawsan Chebli verurteilt wurde, kann Dönmez sogar verstehen.

Er ist der Meinung, dass Kurz gar keine andere Wahl gehabt habe, als ihn aus dem Parlamentsklub zu werfen. "Es wurde Druck auf Kanzler Kurz gemacht. Und zwar vom deutschen Bundespräsidenten selbst", sagt Dönmez gegenüber "Heute".

Frank-Walter Steinmeier höchstpersönlich soll seinen Rauswurf gefordert haben, weil Chebli in seiner Zeit als Außenminister seine stellvertretende Sprecherin war.

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Das ist zumindest die Meinung von Efgani Dönmez. Aus dem Umfeld von Sebastian Kurz heißt es, dass diese Darstellung so nicht korrekt ist.

"Schau dir ihre Knie an"

Zum Verhängnis wurde Dönmez ein vermeintlich sexistischer Tweet, den er über die deutsche SPD-Politikerin Sawsan Chebli schrieb. Wie konnte sie jemals Staatssekretärin werden?, fragte ein Blogger auf Twitter. "Schau dir mal ihre Knie an, vielleicht findet du da eine Antwort :)", antwortete Dönmez.

Dönmez will das aber gar nicht sexistisch gemeint haben, sondern bezieht die Aussage auf die Einstellung der deutschen "Sozis" gegenüber den "Islamisten", denen sie den roten Teppich ausrollen würden.

"Keine Einzige, die schlecht über mich redet"

Als Beweis, dass ihm Sexismus fern liegt, erzählte Dönmez von seinem bisherigen Arbeitsumfeld. Er habe 12 Jahre lang an der FH mit zwei Drittel Frauen zusammengearbeitet. Auch in seinem derzeitigen Berufsumfeld bei der ÖVP habe er zumeist mit Frauen zu tun. Und: "Sie werden dort keine Einzige finden, die schlecht über mich redet", sagte er gegenüber "Heute".

Schlecht reden tut Dönmez aber über Sawsan Chebli: "Man muss sich nur ansehen, was diese Frau schon alles gearbeitet hat. Sie ist früher schon mit anti-israelischen, anti-semitischen Aussagen aufgefallen." Nur in diesem Kontext sei sein Tweet zu verstehen, bekräftigte er nochmals.

(red)

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