"EarthNight" im Test: Eine Arcade-Liebeserklärung

"EarthNight" für PC, PS4 und Nintendo Switch ist der Debuttitel des Entwicklerstudios Cleaversoft. Er ist eine Liebeserklärung an Arcade-Plattformer.
Bereits vor Jahren wurde mit der Entwicklung von "EarthNight" begonnen, dann wurde es lange ruhig um das Game. Nun ist der Plattformer für Nintendo Switch und Steam erschienen und bereitet seinen Start auch für Playstation 4 vor. Zwar gibt es Plattformer in der Spielewelt zuhauf, "EarthNight" sticht aber schon aufgrund seines handgezeichneten Grafikstils aus der Masse hervor.

Der Geschichte von "EarthNight" lässt sich schnell zusammenfassen. In einer dystopischen Zukunft haben Drachen eine Apokalypse ausgelöst. Die Menschheit musste sich deshalb in den Weltraum zurückziehen und lebt seitdem im Orbit der Erde. Doch die Protagonisten Sydney und Stanley haben davon genug und wollen per Atmosphärensprung zurück auf die Erde und am Weg dorthin so viele Drachen wie möglich töten.

Der Endlostitel beginnt dabei immer gleich im All: Spieler müssen im freien Fall fünf Ebenen zur Erde durchfallen. Können sie dabei einem Drachen nicht ausweichen, landen sie auf dessem Rücken und das Spiel wechselt in eine Plattformer-Ansicht, in der man am Rücken des Drachen gegen das Untier und die zahlreichen Feinde kämpft, die darauf leben. Pro Drachen gibt es zudem verschiedene Items einzuheimsen, die die Fähigkeiten der Spielfigur ausbauen und verstärken.

Sehr hoher Wiederspielwert

"EarthNight" punktet dabei mit zahlreichen Eigenheiten. Die Grafik ist sehr anschaulich geraten und hebt sich von den meisten Plattformern deutlich ab. In diesem Genre eher ein Novum ist auch der starke Rollenspiel-Anteil, in dem man der Figur mit gesammelter Währung Ausrüstung und Upgrades kaufen kann. Generell lässt die große Zahl der sammelbaren Items staunen, weswegen der Wiederspielwert mit neuen Fähigkeiten sehr hoch ist.

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CommentCreated with Sketch.0 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Der Titel lädt zudem zum Experimentieren ein, denn die eigene Spielfigur gewinnt Gesundheit hinzu, wenn besonders beeindruckende Angriffskombos gelingen. Zudem zwingt jedes Level des Spiels den Spieler dazu, anders anzugreifen, denn jede Welt verfügt über ihre eigenen Mechaniken. Diese herauszufinden und zu meistern macht gewaltigen Spaß.

Von Perfektion weit entfernt

In "EarthNight" ist aber auch nicht alles Gold, was glänzt. Typisch für einen solchen Titel frustrieren einige Abschnitte mit überharten Gegnermassen mehr, als sie belohnen. Außerdem liegt nicht alles in Spielerhand: Es lässt sich etwa nur zum Teil mit Geschick bestimmen, auf welchem Drachen man landen will. Entsprechend nach Stärke des daraufhin eingesammelten Power-Ups kann es absolute Glückssache sein, ob es im Kampf nützlich ist oder sich einfach als zusätzliches Hindernis herausstellt.

Was wiederum gefällt: "EarthNight" erfordert ein perfektes Rhythmus-Gefühl, was am Anfang etwas seltsam erscheint, mit Fortdauer des Spiels aber einen guten Fluss ergibt. Sprünge, Angriffe, das ganze Gameplay erinnern, sobald man den Dreh heraus hat, an legendäre Arcade-Games wie "Donkey Kong Country". "EarthNight" ist zwar hart, aber passt sich auch gut den Gegebenheiten an. Das zeigt sich vor allem an den Level-Bossen. Sie sind alle für sich eine Herausforderung und zeigen immer mehr Angriffsmanöver, können aber mit der richtigen Taktik und dem perfekten Timing selbst ohne Power-Ups besiegt werden.

Eine Arcade-Liebeserklärung

"EarthNight" kann vor allem aufgrund des wundervoll gezeichneten Grafikstils und dem Gameplay, das an alte Klassiker erinnert, überzeugen. Schade ist, dass es nicht mehr Spielfiguren beziehungsweise Anpassungsoptionen gibt. Zwar unterscheiden sich die beiden Figuren bei den Bewegungen voneinander, sie steuern sich aber dann absolut identisch. Perfekt dafür: Die Musik, die zwar modern vertont wurde, aber ebenso an alte Arcade-Titel mit ihren endlosen Melodien erinnert.

EarthNight
EarthNight


"EarthNight" stellt zwar spielerisch keine Offenbarung dar und kann mitunter phasenweise frustrieren, es ist aber ein gut funktionierender, schneller Plattformer, der wie die alten Arcade-Games vom Spieler mehr abverlangt, als man heutzutage gewohnt ist. Umso mehr wird der Spieler auch belohnt: Mit einem einfach aussehenden, spielerisch herausforderndem Titel, bei dem sich jeder Anlauf vollkommen neu spielt.

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