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"Neue Aula" nach einer Ausgabe wieder eingestellt

Heute Redaktion
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Nach einer Ausgabe ist Schluss: Die "Neue Aula" gibt es nicht mehr.
Nach einer Ausgabe ist Schluss: Die "Neue Aula" gibt es nicht mehr.
Bild: Screenshot

Nachdem das extrem rechte Magazin "Aula" eingestellt und als "Neue Aula" wieder erschienen ist, ist nun bereits nach einer Ausgabe wieder Schluss.

"Das Magazin 'Neue AULA' wird nicht mehr erscheinen", heißt es kurz und knapp auf der Webseite des Magazins. Zuvor gab es Wirbel. Die als rechtsextrem eingestufte Zeitschrift war erst im Vorjahr eingestellt worden, auf Druck der FPÖ-Parteispitze nach einem rassistischen Artikel über Österreichs Song Contest-Teilnehmer Cesar Sampson.

Kürzlich erfolgte der "Neustart" als "Neue Aula", großteils mit den gleichen Redakteuren wie zuvor. Eklat gleich in der Auftaktausgabe: In einem Artikel wurde in Abrede gestellt wird, dass Hitler Polen überfallen habe. Für den neuen FPÖ-Chef Norbert Hofer war die Neuerscheinung heikel, hatte er doch 2018 über die alte "Aula" gesagt: "Jeder, der dort weiter publiziert, hat die Chance auf eine weitere Karriere in der FPÖ verwirkt."

Finanzielle Gründe

"Die FPÖ gibt bekannt, dass die Verantwortlichen des Magazins 'Neue Aula' keine Mitgliedschaft in der FPÖ innehaben. Martin P. ist bereits seit Anfang September 2019 kein Mitglied der FPÖ, Albert E. ist heute aus der FPÖ ausgetreten", hieß es dann am Dienstag von der FPÖ. Zuvor hatte man erklärt: Man kenne das Magazin nicht und habe damit nichts zu tun.

Nun ist nach der Auftaktausgabe der "Neuen Aula" auch schon wieder Schluss, das Heft wurde offenbar eingestellt. Gegenüber dem "Ö1-Abendjournal" gaben die Verantwortlichen der Zeitschrift finanzielle Gründe für das Ende an.