"Pyro-Führerschein" nach tödlicher Kugelbombe?

Der tödliche Unfall mit einer Kugelbombe in der Silvesternacht könnte nun rechtliche Folgen haben. Bei einem Gipfel sollen Konsequenzen besprochen werden.

Die Bilanz nach der Silvesternacht in Oberösterreich ist verheerend. Ein Jugendlicher starb (mehr hier), mehrere Menschen wurden teils schwer verletzt, in Linz wurde eine Straßenbahnhaltestelle regelrecht gesprengt, es gab mehrere Brände.

Gegen den Leichtsinn kann die Politik nicht viel unternehmen, ein strafferes gesetzliches Korsett könnte manchen schlimmen Unfall aber vielleicht vermeiden.

Nicht ganz überraschend denkt die Politik nach dem tödlichen Unfall nun über Konsequenzen nach. „Es scheint so zu sein, dass wir wirklich ein massives Problem bekommen – dass jugendliche Unvernunft und Alkohol da auch eine Rolle mitspielen", so Sicherheitslandesrat Elmar Podgorschek (FPÖ) im ORF.

Nach den Weihnachtsferien soll es erste Beratungen mit Experten geben, "wie wir das in Gesetzesform gießen und umsetzen können".

Das Problem dabei: Beim Thema Pyrotechnik sind sowohl Landes- als auch Bundesgesetze im Spiel. Und das macht eine Umsetzung schwierig.

Ein Vorschlag, den sich Podgorschek vorstellen kann: Dass generell nur noch speziell geschulte Personen Feuerwerke abschießen dürfen. Das wäre also quasi wie ein neuer "Pyro-Führerschein", ohne den das Abfeuern illegal wäre.

Bereits jetzt ist die Gesetzeslage ja so, dass Pyrotechnik ab der Klasse F3 nur mit einem eigenen Ausweis abgefeuert werden darf. Die tödliche Kugelbombe in Eberschwang war vermutlich eine F3-Bombe.

Kontrollen sind generell schwierig, so der Politiker. Denn: "In erster Linie passiert etwas mit illegalen und verbotenen Feuerwerkskörpern". Diese werden häufig in Tschechien verkauft, wie eine Aktion scharf der oö. Polizei kurz vor Weihnachten zeigte.

(rep)

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