"Wir dürfen für Corona nicht dreifach zahlen"

Zur Abfederung der Corona-Krise den Klimaschutz beiseite schieben? Nein, sagt das Team hinter dem Klimavolksbegehren.
Am Freitag findet der vierte weltweite Klimastreik statt – nur diesmal aufgrund der Corona-Krise eben im Netz. Im Schatten der Pandemie werden Stimmen laut, Klimaschutz nun hintenanzustellen und Gelder an Konzerne auszuschütten, kritisiert das Klimavolksbegehren in einer Aussendung.

Weltweit würden die fossilen Industrien als Gewinner der Corona-Krise hervorgehen und mit Steuergeld unterstützt. "Das ist auch das Geld derer, die gerade unter prekären Verhältnissen leben, in Kurzarbeit ausharren oder vor kurzem ihre Arbeit verloren haben und das Geld dringend nötig hätten", so Katharina Rogenhofer, Sprecherin des Klimavolksbegehrens. "Statt uns durch Importe in Milliardenhöhe von Öl, Gas und Kohle in Abhängigkeit von politisch instabilen Regionen zu begeben oder Milliarden an Strafzahlungen an die EU und an Schadenskosten durch die Klimakrise in Kauf zu nehmen, ließe sich mit diesem Geld ein wirtschaftlicher Neustart finanzieren."



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Nun müsse man in den Ausbau von erneuerbaren Energien investieren, das schaffe "hunderttausende Arbeitsplätze", sagt Rogenhofer. Gleiches gelte für die Sanierung von Gebäuden, um die Energiekosten jedes Einzelnen zu senken. Die Konzepte für eine Verkehrswende, für eine Energiewende und für eine zukunftsfähige Landwirtschaft seien bereits vorhanden.

"Wo ist die gemeinsame Lösung, um uns Bürger in dieser prekären Lage zu unterstützen und gleichzeitig zu verhindern, dass wir dreifach draufzahlen – mit unseren Arbeitsplätzen jetzt, mit unseren Steuergeldern um fossile Konzerne zu erhalten und dann auch noch mit unserer Zukunft, die fahrlässig - quasi als "unwichtig" - nach hinten verschoben wird?", fragt Rogenhofer.

Für eine zukunftsfähige Wirtschaft dürfen nicht Milliarden in die Taschen fossiler Konzerne gezahlt werden, sagt die Aktivistin: "Wir haben eine bessere Zukunft verdient!"

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