Geht das schon wieder los? Die Wiener Austria erlebt zum Bundesliga-Auftakt beim Wolfsberger AC ein Debakel und verliert klar mit 0:3. Damit droht den Veilchen – wie schon in der Vorsaison – ein klassischer Fehlstart. Im Parallelspiel trennten sich Austria Lustenau und die SV Ried mit 1:1.
Die Wiener fanden von Beginn an überhaupt nicht ins Spiel und waren dem WAC in vielen Situationen körperlich und spielerisch unterlegen. Die Führung der Kärntner fiel nach 18 Minuten: Tae-Seok Lee ließ Fabian Wohlmuth auf der rechten Seite zu leicht vorbeiziehen, dessen Hereingabe sprang Neuzugang Ibrahim Buhari an die Hand – Schiedsrichter Alexander Harkam entschied sofort auf Elfmeter. Giacomo Vrioni verwandelte sicher zum 1:0.
Auch nach der Pause änderte sich das Bild nicht. Aaron Schwarz erhöhte mit einem platzierten Schuss ins Eck auf 2:0 (49.), ehe Vrioni mit seinem zweiten verwandelten Strafstoß des Abends den Endstand besorgte (63.). Von der Austria war offensiv über die gesamte Spielzeit viel zu wenig zu sehen.
Die Elf von Stephan Helm wirkte ideenlos, fehleranfällig und konnte dem WAC kaum etwas entgegensetzen. Viel Zeit zum Hadern bleibt den Veilchen allerdings nicht. Bereits am Donnerstag wartet in der dritten Qualifikationsrunde der Conference League die nächste schwierige Aufgabe. Gegner ist Beitar Jerusalem, gespielt wird um 19.30 Uhr auf neutralem Boden in Rumänien.
In Vorarlberg startete beim Bundesliga-Comeback Lustenau besser, doch Ried übernahm mit Fortdauer der ersten Hälfte die Kontrolle und kam vor allem nach Standards zu guten Chancen. Dennoch brachte Dominik Weixelbraun die Hausherren in Führung (26.), ehe Jussef Nasrawe mit einem Distanzschuss den verdienten Ausgleich erzielte (34.).
Nach der Pause blieb Ried spielbestimmend, ein Treffer von Jaedin Rhodes wurde wegen Abseits aberkannt (56.), während Lustenau über Konter gefährlich blieb. In der Schlussphase vergaben die Rieder noch zahlreiche Chancen und mussten sich am Ende mit einem Punkt zufriedengeben.