Für Adi Hütter endet die Vorbereitung mit einem echten Albtraum. Seine Frankfurter wurden im letzten Test vor dem Saisonstart von Premier-League-Klub Brentford mit 0:7 zerlegt. Statt einer gelungenen Generalprobe kassierte der Vorarlberger mit seiner Mannschaft eine heftige Abreibung.
Schon nach zwei Minuten nahm das Unheil seinen Lauf. Die Eintracht-Abwehr bekam ihre Abseitsfalle nicht organisiert, Kevin Schade nutzte die Unordnung zur frühen Führung für die Engländer.
Nur zehn Minuten später schlug es erneut ein – diesmal unter kräftiger Mithilfe von Frankfurt-Keeper Kaua Santos. Nach einer Ecke kam Mamadou Sangaré aus der Distanz zum Abschluss, Santos ließ den Ball durch die Hände rutschen.
Frankfurt bekam überhaupt keinen Zugriff auf die Partie. Das Pressing griff nicht, bei Standards offenbarte die Hütter-Elf große Probleme. Noch vor der Pause folgte der nächste schwere Fehler: Kapitän Robin Koch verlor nach einem Zuspiel von Santos den Ball, Igor Thiago bedankte sich mit dem 3:0.
Damit nicht genug: Koch musste kurz vor dem Seitenwechsel angeschlagen vom Platz. Wie schwer es den Abwehrchef erwischt hat, ist noch offen.
Wer auf eine Reaktion der Deutschen nach der Pause gehofft hatte, wurde bitter enttäuscht. Brentford spielte weiter nach vorne und zerlegte die Frankfurter Defensive regelrecht.
Michael Kayode stellte in der 52. Minute auf 4:0, wenig später erhöhte Keane Lewis-Potter nach Vorarbeit von Schade. Thiago schnürte anschließend seinen Doppelpack, ehe Schade mit seinem zweiten Treffer den 7:0-Endstand herstellte.
Von Hütters Mannschaft kam offensiv praktisch nichts. Jonathan Burkardt sorgte für einen der wenigen Frankfurter Abschlüsse. Besonders bitter: 275 mitgereiste Eintracht-Fans mussten das Debakel in England mitansehen. Auch Vorstandssprecher Axel Hellmann dürfte sich seinen 55. Geburtstag anders vorgestellt haben.
Für Hütter bleibt kaum Zeit, die zahlreichen Baustellen zu beheben. Bereits am kommenden Freitag wartet in der ersten Runde des DFB-Pokals St. Tönis. Dann muss sich die Eintracht völlig anders präsentieren.