1.000 statt 21 Euro Strafe für Listenhund in Wien

Wieder setzte es eine hohe Geldstrafe für einen Listenhund-Besitzer in Wien. In der Lobau musste ein Hundehalter 1.000 Euro für seinen Vierbeiner zahlen.

Bereits Anfang April regte ein Hundehalter-Fall tierisch auf: Weil eine 27-Jährige krank war und deshalb ihren Mitbewohner (50) mit ihren Listenhunden spazieren gehen ließ, hagelte es eine 3.000 Euro teure Strafe. Die beiden Listenhunde waren zwar – wie seit Mitte Februar gesetzlich vorgeschrieben – angeleint und mit Maulkorb unterwegs, der Ersatz-Gassigeher hatte allerdings keinen Hundeführerschein.

Nun wurde ein weiterer Fall einer hohen Strafe bekannt. Wie der "Kurier" berichtet, war ein Listenhund-Besitzer in der Lobau mit seinem Vierbeiner unterwegs, der weder Maulkorb noch Leine trug. Er geriet in eine Schwerpunktkontrolle der Polizei – und statt der 21 Euro, die vor der Gesetzesänderung fällig wurden, musste der Mann nun je 500 Euro für die fehlende Leine und den fehlenden Maulkorb seines "Kampfhundes" zahlen.

Auch Alkoholgrenze

Die Polizei will im Mai und im Frühsommer weiter Schwerpunktkontrollen in der Lobau durchführen, heißt es im Bericht weiter. Während bei Listenhunden, in Wien sind es etwa 3.300, für Maulkorb und Leine 500 Euro bei Vergehen fällig werden, sind es bei allen anderen Hunden weiter 21 Euro. Für alle Hundehalter gilt aber eine 0,5-Promille-Grenze, wenn sie mit dem Hund unterwegs sind.

Das neue Gesetz in Hinsicht auf Listenhunde wurde von vielen Bürgern nach dem Tod eines Kindes durch einen Hundebiss begrüßt. Gerade Passanten in Naherholungsgebieten klagten wiederholt über freilaufende und teils aggressive Hunde. Das Gesetz sorgt aber auch für Kontroversen, da es Listenhundbesitzer unverhältnismäßig streng strafe. Das Tierheim Baden gab etwa bekannt, dass es künftig keine Listenhunde mehr nach Wien vermittelt, da die Stadt nicht mehr lebenswert sei. (rfi)

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