"1-2-3-Ticket" startet bereits am 26. Oktober

Das "1-2-3-Ticket" wird am 26. Oktober 2021 starten. Symbolbild
Das "1-2-3-Ticket" wird am 26. Oktober 2021 starten. SymbolbildWeingartner-Foto / picturedesk.com
Das vor allem von den Grünen gewünschte "1-2-3-Ticket" startet (fast) österreichweit am Nationalfeiertag. Der Start im Osten ist aber noch offen.

Das klimafreundliche "1-2-3-Ticket" steht unmittelbar vor dem Start. Wie am Mittwoch bekannt wurde, wird am 26. Oktober der Startschuss fallen. Die Verträge mit sechs Bundesländern, den ÖBB und Regiojets sind bereits fixiert, berichtet die APA. Offen ist noch das weitere Vorgehen im Verkehrsverbund Ostregion (VOR), also in Wien, Niederösterreich und im Burgenland. 

Entsprechende Details werden am Vormittag von Infrastrukturministerin Leonore Gewessler (Grüne) und dem oberösterreichischen Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) in Linz vorgestellt. Klar ist offenbar, dass die österreichweite Stufe zur Gänze vom Bund bezahlt wird. 

150 Millionen Euro kommen vom Bund

Im ersten vollen Jahr, also in 2022, wurden dafür 150 Millionen Euro budgetiert. Die dazu notwendigen gesetzlichen Grundlagen wurden bereits im März beschlossen. Parallel zum "1-2-3"-Ticket sollen auch regionale Klimatickets angeboten werden. 

Sollte das "1-2-3-Ticket" in der angekündigten Form umgesetzt werden, kann man mit einem Jahresticket zum Preis von 1.095 Euro im gesamten Bundesgebiet mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren. Pro Bundesland sollen dann, wie aktuell in Wien, 365 Euro ausreichen, um sämtliche Öffis nutzen zu können. Pendler, die eine Landesgrenze überschreiten werden voraussichtlich 730 Euro bezahlen müssen. 

Osten als Spezialfall

Eine Ausnahme wird dem Vernehmen nach die Ostregion darstellen. Zuletzt legte sich das Burgenland quer. Weil viele Pendler durch Niederösterreich direkt nach Wien fahren, würden für diese Personen 1.095 Euro anfallen. Das Burgenland argumentiert mit einer Schlechterstellung für Wien-Pendler aus dem Burgenland gegenüber niederösterreichischen Pendlern.

Zuletzt wurde eine grundsätzliche Einigung darüber erzielt, Niederösterreich und Burgenland als einheitliche Region zu betrachten. Weil die Kosten aber nicht mit 365 Euro gedeckt seien, wird hier der Preis wohl etwas darüber liegen. Wie "Der Standard" zuletzt berichtete, dürften sich die Kosten für Kunden auf etwa 550 Euro (exklusive Wien) belaufen. 

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