1:2 in Graz - Juventus bringt Sturm zu Fall

Bemüht hat sich die Truppe von Trainer Franco Foda allemal, allein der Sieg ist ausgeblieben. Eine beherzte Vorstellung der Grazer schlägt sich leider nicht im Resultat nieder. Juventus Turin spielt hingegen italienischen Fußball in Reinkultur und gewinnt erst in der Nachspielzeit mit 2:1. Damit geht auch der vierte ÖFB-Club ohne Sieg ins Europacup-Rückspiel.
Die Grazer schaffen es genau eine Viertelstunde, ihr Tor sauber zu halten. Nach einem Diego-Eckball ist der Bann schließlich gebrochen: Bonucci schraubt sich am höchsten, hält den Kopf zum Ball und trifft aus kurzer Distanz - Gratzei ist chancenlos.

Vor der Pause kommen Pürcher und Standfest zu guten Chancen. Auch Bukva steht immer wieder vorne. In der 32. Minute markiert der Österreicher mit bosnischen Wurzeln die größte Torgelegenheit der Grazer vor der Pause. Sein wuchtiger Schuss wird von Juve-Goalie Storari allerdings gerade noch an die Stange gelenkt.

Schildenfeld-Tor nährt Hoffnung

Vor allem in den zweiten 45 Minuten ist es augenscheinlich: Juventus fehlt die Spielpraxis, Sturm ist eine Klasse unter den Italienern einzustufen. Dennoch spielen die "Blackies" tadellos mit. Ein Schildenfeld-Weitschuss, der die Stange streift, bleibt allerdings eines der sehr wenigen Highlights nach Wiederanpfiff - bis zum völlig verdienten Ausgleichstreffer.

Den erzielt in der 82. Minute Gordon Schildenfeld nach perfekter Freistoßflanke von Bukva per Kopf. Der Ball sitzt und findet per Innenstange den Weg ins Tor. Damit nicht genug: Sekunden nach dem folgenden Anstoß scheitert Szabics nur an Juve-Schlussmann Storari.

Spätes 1:2, schwierige Ausgangslage

Wie grausam Fußball sein kann, beweist selbst ein noch nicht sonderlich eingespieltes Team von Juventus Turin. Nach einem Del-Piero-Corner in der 91. Minute passt niemand auf Amauri auf, der zum bitteren 1:2 einköpft. So bringt sich Sturm in der Nachspielzeit doch noch um die Früchte seiner tadellosen Arbeit.

Damit ist auch für die Grazer die Ausgangslage vor der Rückrunde nächste Woche äußerst schwierig. Dass auch gegen Juventus Tore möglich sind, beweist Gordon Schildenfeld. Dennoch: Ein Auswärtssieg in Italien käme einer Sensation gleich.
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