Viele Ratgeberbücher und Internetseiten versuchen, das Problem mit Technik anzugehen. Da gibt es die Ziel-Mittel-Analyse, die A-L-P-E-N-Methode, Zeitplan-Tools und Mind-Maps.
Dabei sind die vielen Listen eher Teil des Problems als Teil der Lösung. Denn fast jeder vierte Büroangestellte wird täglich zehnmal oder öfter bei der Arbeit unterbrochen.
Wie computerwoche.de berichtet, geht es auch ohne Schema F. Zehn Hinweise, wie du mehr Dinge pro Woche abhaken kannst.
Die Idee vom Multitasking war schon immer Blödsinn. Das menschliche Gehirn kann sich zu einem Zeitpunkt nur auf eine Sache konzentrieren. Deshalb sollte man das auch gar nicht erst versuchen.
Chaos auf dem Schreibtisch und im Kopf entsteht oft, weil wir mehrere Dinge angefangen und keines davon beendet haben. Aufgaben erst abzuschließen, bevor wir Neues beginnen, gibt ein gutes Gefühl und sorgt für Ordnung.
Alle Aufgaben, die unter zehn Minuten dauern, solltest du sofort erledigen und sie auf gar keine Liste schreiben. Das hat eine sehr gute psychologische Wirkung.
Was schon auf fünf Listen stand, ist entweder nicht zu schaffen oder völlig unwichtig. Also streichen durch Delegieren oder Ignorieren. Vieles, was wir vergessen, vergessen wir zu Recht.
Freunde wirkungsstarker Excel-Listen verbringen jeden Tag mindestens eine Stunde damit, Punkte immer wieder neu einzugruppieren. Damit drücken sie sich wirkungsvoll vor dem Abarbeiten der Dinge ganz oben.
Soll ich jetzt wirklich noch eine halbe Stunde nach jenem Plugin suchen, das mir der Kollege empfohlen hat? Solche Fragen kann man getrost aus dem Bauch entscheiden.
Ungeplante Unterbrechungen sind bei der Arbeit am störendsten. E-Mail-Programm ausschalten, Telefon stumm stellen. Aktuelle Aufgabe beenden, dann alles wieder einschalten.
Wer mittags das Büro auch mal allein verlässt, darf das Mobiltelefon durchaus auf dem Schreibtisch lassen. Beim Mittagessen kann man dann noch einmal über Anstehendes nachdenken.
"Können Sie heute Nachmittag noch einmal kurz die Präsentation dazwischenschieben?" Konsequent seine Sachen abarbeiten und sich nicht von den Prioritäten anderer rausbringen lassen, erhöht den eigenen Output enorm.
Effizient sind Meetings mit genau einem Thema. Meetings im Stehen sind zwangsläufig kürzer und haben den Vorteil, dass dabei niemand unter dem Tisch mit seinem Smartphone spielen kann.