Bald heißt es wieder die Schulbank drücken. Inflationsgeplagte Eltern bringt das ins Schwitzen: Geht doch der Einkauf notwendiger Artikel mittlerweile ordentlich ins Geld.
Jetzt greift ihnen die Stadt Linz mit einem eigenen Schulstart-Paket unter die Arme: Konkret erhalten Vorschul- und Schulkinder bis zur 5. Schulstufe einen City-Ring-Gutschein im Wert von 100 Euro.
Bei der Vergabe gilt eine Obergrenze beim Haushaltseinkommen von 60.000 Euro jährlich. Mit dieser Maßnahme sollen Familien mit niedrigem und mittlerem Gehalt unterstützt werden.
"Das Schulstart-Paket als Teil des städtischen Anti-Teuerungspakets richtet sich an all jene, die von den erhöhten Kosten existenziell belastet sind", erklärt Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ). Damit seien vor allem Familien gemeint, die zu Schulbeginn mit erhöhten Ausgaben konfrontiert sind. "Wie in vielen anderen Bereichen gilt auch hier: Wer treffsicher und rasch hilft, hilft doppelt", so Luger.
Voraussetzungen für den Bezug des Pakets
- Anstragsteller und Kind müssen in Linz mit Hauptwohnsitz gemeldet sein und in einem gemeinsamen Haushalt wohnen.
- Das Kind besucht im Schuljahr 2023/24 (ab September) eine der folgenden Bildungsanstalten:
* Vorschule
* Volksschule
* 5. Schulstufe: 1. Klasse Mittelschule oder 1. Klasse AHS
* 1. bis 5. Stufe einer Sonderschule
Weitere Infos: linz.at/schulstartpaket.php
Die Linzer ÖVP kritisiert, dass die Entlastung in Form von 100-Euro-Gutscheinen erfolgen soll: "Dadurch wird zwar die Wirtschaft in der Innenstadt gefördert", sagt Klubobfrau Michael Sommer. Auf Schulsachen spezialisierte Händler in anderen Stadtteilen würden aber klar benachteiligt.
"Das Schulstart-Paket sollte Schülern von der ersten bis zur achten Stufe zur Verfügung stehen, statt nur für die ersten fünf", fordert der freiheitliche Fraktionsobmann Wolfgang Grabmayr. Die Kosten am Schulanfang würden nach den ersten fünf Stufen nicht einfach aufhören.