Wer das Klima schonen möchte, fährt mit dem Zug, statt mit dem Auto. Doch wenn es um die Schonung des Geldbeutels geht, sieht die Sache gleich ganz anders aus. So auch bei "Heute"-Leser Andreas (Name von der Redaktion geändert*). Der Amstettner wollte mit seiner Familie aufgrund des schlechten Wetters einen Städtetrip nach Wien machen. "Wir hatten vor, auf das Auto zu verzichten, also entschieden wir uns, Zugtickets zu buchen", erzählt der 43-Jährige.
Bei den Preisen fiel er allerdings vom Glauben ab: Pro Person hätte der Hin- und Rückweg stolze 57 Euro gekostet. Gemeinsam mit seinen Kindern wären die Kosten sogar auf rund 100 Euro gestiegen.
"Für den Mondpreis fahren wir mit dem Auto mehrmals die selbe 260 Kilometer lange Strecke", ärgert er sich. Tatsächlich würde ihn der Sprit bei einem Durchschnittsverbrauch von 6,5 Litern auf 100 Kilometer nur knapp 27 Euro kosten. Und in ein Fahrzeug passen immerhin fünf Personen. "So viel zum Thema Klimaschutz", ärgert sich Andreas weiter. Er wundert sich nicht, warum viele nach wie vor das Auto bevorzugen.
Mehr dazu hier: Auch Zugfahren wird teurer – ÖBB erhöhen Preise ab Juni
Die Zug- und Bahntickets bei der ÖBB sind bereits im Juni um 5,8 Prozent teurer geworden. Die gestiegenen Energiepreise und der damit verbundene Kostendruck machten die Preisanpassungen erforderlich.