Benzin mit einer Oktanzahl von 102? Forscher aus den Vereinigten Arabischen Emiraten haben genau das im Labor geschafft.
Das Team der University of Sharjah entwickelte gleich vier neue Kraftstoff-Rezepturen mit den Namen HyperFuel-95, HyperFuel-98, HyperFuel-100 und HyperFuel-102.
Die hohen Oktanzahlen erreichten sie durch spezielle Zusätze: Isopropanol und den sogenannten Methylester von Dimate (MED). Dieser Zusatz hat allein eine Oktanzahl von 131,5 und steigert die Klopffestigkeit erheblich.
Nach Angaben von scinexx.de kombinierten die Wissenschaftler drei kohlenwasserstoffbasierte Kraftstofffraktionen mit den sauerstoffhaltigen Zusätzen.
Bei HyperFuel-102 stiegen die Reformate auf 29 Prozent und MED auf 20 Prozent, während der Isopropanol-Anteil bei 25 Prozent blieb.

Im standardisierten Klopftest erreichte HyperFuel-102 einen Anti-Knock-Index von 95,7 – das entspricht einer Steigerung von 6,54 Prozent gegenüber dem Referenzkraftstoff. Auch das Verdampfungsverhalten der neuen Mischungen unterscheidet sich deutlich von herkömmlichem Benzin.
Ob die neuen Kraftstoffe wirtschaftlich herstellbar, motorverträglich und tatsächlich klimafreundlich sind, bleibt allerdings offen.
Die Forscher bezeichnen die Zusätze zwar als erneuerbar, doch ob die getesteten Chargen wirklich aus nachhaltigen Quellen stammen, ist nicht belegt. Weitere Tests müssen zeigen, ob aus dem Labor-Experiment ein Kraftstoff für die Straße werden kann.