Österreich ist beim Ökostrom europäische Spitze. Laut neuen Zahlen der Statistikbehörde Eurostat wurden im Vorjahr bereits 90,8 Prozent des bei uns verbrauchten Stroms aus erneuerbaren Energiequellen gedeckt. Kein anderes EU-Land erreicht hier einen höheren Wert.
Auf Platz zwei folgt Schweden mit 89,2 Prozent, dahinter liegt Dänemark mit 77,7 Prozent. Ebenfalls auf mehr als 60 Prozent kommen Portugal (65,6 Prozent), Griechenland (60,9 Prozent) und Spanien (60,7 Prozent). Im EU-Durchschnitt stammen 49,9 Prozent des verbrauchten Stroms aus erneuerbaren Energiequellen.
Am anderen Ende der Hitparade liegt Malta mit 11,2 Prozent, gefolgt von Tschechien (19,2 Prozent), Luxemburg (23,3 Prozent), die Slowakei (24,1 Prozent) und Zypern (27,5 Prozent).
Anders sieht das Bild beim gesamten Energieverbrauch aus. Dabei geht es nicht nur um Strom, sondern auch um Kraftstoffe wie Benzin, Diesel und Kerosin sowie Brennstoffe wie Erdgas, Heizöl oder Biomasse. EU-weit lag der Anteil erneuerbarer Energien 2025 bei 26,2 Prozent – um einen Prozentpunkt höher als im Jahr davor.
In dieser Wertung liegt Schweden mit 65,4 Prozent klar vor Finnland (53,0 Prozent), Dänemark (48,2 Prozent), Lettland (46,3 Prozent) – und Österreich (44,2 Prozent). Die Schlusslichter sind Belgien (14,9 Prozent), die Slowakei (16,3 Prozent) und Irland (17,2 Prozent).
Bis 2030 soll der Anteil erneuerbarer Energien in der EU auf 42,5 Prozent steigen. Dafür wäre laut Eurostat ein durchschnittlicher jährlicher Zuwachs von 3,3 Prozentpunkten nötig.