Noch immer keine Erleichterung: Die Preisspirale dreht sich weiter rasend schnell nach oben. Fertig ausgewertet ist jetzt der Juni. Die Kosten für unsere Einkäufe sind wieder im Vergleich zum Vorjahr um 3,2 Prozent gestiegen. Es ist nur eine leichte Erholung nach den 3,7 Prozent im Mai.
Hauptschuld am Anstieg sind die Ausgaben für den Verkehr (+6,5 Prozent) und auch für Wohnen. Miete, Wasser, Strom, Gas explodierten im Preis um weitere 3 Prozent.
Wenn man sich die Details der Studie – es werden Hunderte Produkte und Dienstleistungen aufgelistet – ansieht, dann gibt es extreme Ausreißer.
Am auffälligsten: Die E-Card-Gebühr ist im Jahresvergleich um 81,2 Prozent in die Höhe geschossen. Klar: Die Kosten sind von 13,80 Euro auf 26,85 Euro gewachsen. Zahlen müssen alle Angestellten, Arbeiter, Lehrlinge, freie Dienstnehmer sowie Bezieher von Arbeitslosengeld.
Speichermedien sorgen weltweit für eine Krise. Wegen der Verbreitung von KI steigt die Nachfrage nach Speicherplatz ins Unermessliche. Die Folge: Sie kosten jetzt um etwa zwei Drittel mehr als vor einem Jahr (siehe Tabelle).
Doch es gibt auch die andere Seite der Tabelle, diverse Produkte sind auch günstiger geworden – um bis zu 22 Prozent.
Allgemein: Das Preisniveau des täglichen Einkaufs, also etwa Nahrungsmittel, oder Kaffee im ´Lokal, blieb in diesem Monat im Jahresabstand unverändert. Das Preisniveau des Miniwarenkorbs, der einen wöchentlichen Einkauf abbildet und neben Nahrungsmitteln und Dienstleistungen auch Treibstoffe enthält, stieg im Jahresvergleich um 3,7 %.