Für tausende Österreicher flattert in den nächsten Tagen Post von der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) ins Haus. Zwischen 21. und 31. Juli werden rund 90.000 Forderungsschreiben verschickt. Rund fünf Prozent davon werden elektronisch zugestellt, der Großteil - mehr als 80.000 Rechnungen - kommt per Post.
Abgerechnet werden Kostenanteile für planbare Krankentransporte im Zeitraum von Jänner bis Ende März 2026. Diese Fahrten sind seit 1. Juli 2025 für ÖGK-Versicherte nicht mehr grundsätzlich kostenlos.
Für planbare Krankentransporte ohne akuten medizinischen Anlass, etwa regelmäßige Fahrten zu Therapien, ist ein Kostenbeitrag zu leisten. Pro Fahrt werden 7,55 Euro ohne Sanitäter beziehungsweise 15,10 Euro mit Sanitäter verrechnet. Die Regelung gilt für maximal 28 Fahrten pro Jahr.
Von der Kostenbeteiligung ausgenommen sind medizinisch notwendige oder zeitkritische Transporte sowie Kinder und Personen, die von der Rezeptgebühr befreit sind.
Die Abrechnung erfolgt nicht unmittelbar nach der Fahrt, sondern quartalsweise. Die ersten Rechnungen wurden Ende Jänner für den Zeitraum von Juli bis Ende September 2025 verschickt, eine weitere Welle folgte im März und April. Nun steht die nächste Aussendung an.
Nach Erhalt der Rechnung haben Betroffene 30 Tage Zeit, den Betrag zu begleichen. Erfolgt keine Zahlung, verschickt die ÖGK zunächst eine Zahlungserinnerung. Ab einem offenen Betrag von 151 Euro kann laut ÖGK auch eine Ratenvereinbarung abgeschlossen werden, "um eine flexible Begleichung der Kostenanteile zu ermöglichen".
Mit der Kostenbeteiligung will die Gesundheitskasse Krankentransporte für jene Menschen verfügbar halten, "die aus gesundheitlichen Gründen darauf angewiesen sind". Gleichzeitig soll damit ein verantwortungsvoller Umgang mit den vorhandenen Ressourcen sichergestellt werden.