Tausende Versicherte betroffen

Beiträge-Beben ab Juni – Arzt doppelt so teuer

Für BVAEB-Versicherte wird der Arztbesuch ab Juni teurer. Die Versicherungsanstalt erhöht den Selbstbehalt von zehn auf 20 Prozent. Die Details.
André Wilding
31.05.2026, 13:30
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Für öffentlich Bedienstete, Eisenbahner und Bergleute gibt es ab 1. Juni eine spürbare Änderung bei den Gesundheitskosten. Die Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter, Eisenbahnen und Bergbau (BVAEB) hebt den sogenannten Behandlungsbeitrag von bisher zehn auf 20 Prozent an.

Die Erhöhung wurde von der Hauptversammlung beschlossen. Auf ihrer Webseite begründet die BVAEB den Schritt damit, "um trotz der angespannten Budgetsituation das Leistungsniveau der BVAEB auch in Zukunft sicherstellen zu können".

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Für Versicherte bedeutet das in der Praxis höhere Kosten bei Arztbesuchen und Behandlungen. Wer bisher etwa bei einem Physiotherapeuten zehn Euro Selbstbehalt bezahlen musste, hat künftig 20 Euro zu entrichten.

Regelung markiert Kehrtwende

Bestimmte Ausnahmen bleiben jedoch bestehen. Laut BVAEB können Versicherte und Familien mit geringem Einkommen weiterhin eine Befreiung oder Nachsicht vom Behandlungsbeitrag beantragen.

Die aktuelle Regelung markiert zugleich eine Kehrtwende gegenüber früheren Entlastungen. Im Jahr 2016 war der Selbstbehalt bei der damaligen Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter (BVA) von 20 auf zehn Prozent reduziert worden. Der damalige Generaldirektor Gerhard Vogel sprach damals von "einen weiteren Schritt zur finanziellen Entlastung unserer Versicherten".

Seit der Zusammenlegung von BVA sowie der Versicherungsanstalt für Eisenbahnen und Bergbau zur BVAEB im Jahr 2020 galt der zehnprozentige Behandlungsbeitrag für alle betroffenen Versichertengruppen.

Scharfe Kritik

Scharfe Kritik kommt von den Grünen. Gesundheitssprecher Ralph Schallmeiner wirft der BVAEB mangelnde Kommunikation vor. "Das von der ÖGK vorgelebte überfallsartige Verschlechtern der Leistungen hat nun auch bei der BVAEB Einzug gehalten. Das ist keine Art, mit den Versicherten umzugehen", erklärte er.

Zugleich fordert er eine bessere Information der Betroffenen. "Eine rechtzeitige, umfangreiche Information an die Versicherten wäre das Mindeste." Statt die Versicherten stärker zu belasten, sollte geprüft werden, "wo sich effektiv sparen lässt, ohne dabei Menschen zu belasten".

{title && {title} } wil, {title && {title} } 31.05.2026, 13:30
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